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Projekt Rapunzel: Schmeiss Dein Shampoo weg!

Haare waschen ohne Schampoo

Da ich mich neben der Rohkosternährung für ganzheitliche Gesundheit interessiere, habe ich mir auch über meine Haare Gedanken gemacht. Ich esse rohvegan und bio, sammle Wildkräuter, mache Detox, aber andrerseits schmiere ich mir Chemie auf den Kopf. Ich glaube, jeder kommt auf seinem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden früher oder später an diesen Punkt, und ich bin froh, dass ich nun da bin.

Warum kein konventionelles Shampoo? shampoo

Erstens sind Shampoos und andere Haarpflegeprodukte mit chemischen Stoffen geladen, die gefährlich sind, wenn Du sie verschluckst. Und nur weil Du sie Dir auf den Kopf schmierst statt zu schlucken, bedeutet das nicht, dass die giftigen Stoffe nicht in deinen Körper gelangen. Chemikalien in üblichen Shampoos werden über unser größtes Organ, die Haut, absorbiert und mit dem Blut verteilen sie sich über alle Organe und verbleiben zum Teil in unserem Körper.

Mehr zu diesem Thema findest Du im Archiv von „Zeitenschrift“.

Zweitens entfernt tägliches Waschen natürliche Öle, die für den Schutz und Glanz der Haare sorgen. Aggressive Chemikalien, die in Shampoos enthalten sind, machen die Haare dünn und die Kopfhaut trocken. Das Schuppenproblem ist auch eine Folge der Shampoobenutzung. Je öfter wir unsere Haare waschen, desto mehr verlieren wir natürliches Hautfett und die Kopfhaut fettet verstärkt nach, um die Verluste auszugleichen. Genau deswegen werden die Haare einer modernen Frau schon nach 24 Stunden wieder fettig. Ein Teufelskreis – je mehr Fett, desto öfter die Haarwäsche und die Kopfhaut fettet noch mehr nach.

Zuletzt war für mich ausschlaggebend, dass ich besseres Haar habe, ohne dass ich irgendetwas Teures kaufen soll. Es ist unglaublich! Die teuren Produkte sind nicht die Antwort. Im Gegenteil, die konventionelle Kosmetik hilft uns nicht schöner zu werden, sie schadet vielmehr. Ich hatte jahrelang Tausende von Euros für Shampoos, Conditioner, Kuren, Stylingprodukte und Glanzmittel ausgegeben und mein Haar ist kein Stück besser geworden, eher dünner, zerbrechlicher und glanzloser. In den letzten Jahren habe ich nur Produkte benutzt, die bio, vegan und natürlich sind. Ein etwas besseres Gefühl hatte ich schon, jedoch stellte ich bei einem Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe fest, dass da immer noch viel zu viele chemische Komponenten enthalten sind.

Die Wahrheit   langer Zopf

Meine Uroma hatte einen dicken hüftlangen Zopf – auch mit 80! Sie hat ihre Haare nur einmal in zwei Wochen gewaschen und das auch nur mit einer einfachen Handseife. Vor den 1930er Jahren haben die Frauen kein Shampoo benutzt, sie haben aber ihre Haare zweimal im Monat gewaschen. Auf den Bildern dieser Zeit sehen die Frauen schick aus mit ihrem vollen, schönen Haar und nicht, als ob sie dringend eine Haarwäsche bräuchten.

Doch dann hat Herr Vidal Sassoon eine neue Welt entdeckt. „Wascht die Haare, so oft ihr wollt!“, sagte er und bot seine neuen Shampoos und Spülungen feil. Es ist eine reine Marketing-Strategie, nicht die Sorge um unsere Schönheit. Die Frauen begannen ihre Haare immer öfter zu waschen und die Shampoos verkauften sich gut. Mit den neuen Standards haben die Menschen angefangen ihre Haare fast jeden Tag zu waschen. Nicht schwer nachzurechnen, dass die Verkäufe um das Sieben- bis Zehnfache gestiegen sind. In der Folge war nicht nur weniger Geld im Portemonnaie, sondern waren auch die Haare in einem viel schlechteren Zustand als vorher. Denn zu häufiges Waschen und industrielle Shampoos irritieren die Kopfhaut und verursachen Schuppen, Pilze, fettiges Haar, Haarausfall etc.

Es gibt wirklich viele Möglichkeiten und Wege für die Haarwäsche ohne Shampoo. Hier sind einige:

1. Lavaerde

Anders als tensidhaltige Shampoos schädigt Lavaerde den Säureschutzmantel der Kopfhaut nicht, laugt sie nicht aus und verhindert so das häufige Rückfetten. Das Haarewaschen wird seltener notwendig. Lavaerde gibt dem Haar Fülle und einen besseren Halt.

Ich benutze Lavaerde selber. Habe mir eine Ghassoul Lavaerde von Logona bei Amazon und eine marokkanische Ghassoul Lavaerde aus einem Naturpflege-shop bestellt und bin mit den beiden sehr zufrieden, wobei meine Haare nach der Logona-Lavaerde weicher und satter sind als nach der andere.

Anleitung: 
• je nach Bedarf 2-3 EL in eine Schüssel geben, mit der doppelten Menge lauwarmen Wasser anrühren und ein paar Minuten ziehen lassen. Wer trockene Haare hat, kann einige Tropfen Oliven-, Teebaum- oder Klettenwurzelöl beigeben.
• Die Erde kann man wie normales Shampoo anwenden. Haare nass machen, Lavaerde-Mischung drauf, die Kopfhaut massieren, ausspülen. Nicht wundern – es schäumt nicht.
• Meine neuste Entdeckung: zur Lavaerde 1 TL Natron beigeben und dann erst mit Wasser vermengen. Das gibt eine bessere Konsistenz.
• Sehr empfehlenswert ist eine Rinse danach: 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft auf einen halben Liter Wasser oder einfach nur mit kaltem Wasser spülen. Durch die Rinse wird die Schuppenschicht geschlossen, der pH-Wert ausgeglichen und das Haar stabil und glänzend. Da bei der Lavaerde der pH-Wert nicht verändert wird und die Haarschuppen nicht mehr aufquellen als bei der Wäsche mit reinem Wasser, gibt es hier auch gute Erfahrungen ohne Rinse. Probiere aus, wie es für dich am besten funktioniert.

Einen ausführlichen Bericht zu Lavaerde findest Du im Archiv von Schrot&Korn.

2. Roggenmehl

Roggenmehl ist sanft und schonend zur Kopfhaut und zum Haar und belastet das Abwasser nicht. Du braucht nur geringe Mengen, kommst ohne Plastiktuben und Chemie aus und sparst viel Geld.

Vorgang:

1. Je nach Haarlänge benötigst du 2 – 4 EL Bio-Roggenmehl. Mische es mit etwas lauwarmem Wasser an. Nimm am Anfang lieber wenig Wasser und füge bei Bedarf Wasser hinzu. Rühre die Mischung mit einer Gabel oder einem Schneebesen an, bis eine klümpchenfreie, cremige, shampooähnliche Masse entsteht. Falls du wie ich Vollkornmehl bevorzugst, hast du gröberes Mehl als weißes. Du kannst es vorher durchsieben, bis es feiner wird oder 1 – 2 Stunden vor der Haarwäsche anrühren und ziehen lassen, bis alle Teilchen weich werden.

2. Wende die Mischung wie ein normales Shampoo an. Verteile sie zuerst auf Kopfhaut und Haaransatz, dann in die Längen und massiere die Kopfhaut – so aktivierst du die Durchblutung. Lasse die Roggenmasse ein paar Minuten einwirken, damit die Kopfhaut und das Haar die wertvollen Nährstoffe aufnehmen können. Denn von den Nährstoffen gibt es im Mehl so einige: Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe und vor allem das regenerierende und feuchtigkeitsbindende Vitamin B5 (Pantothensäure), das auch in konventionellen Shampoos in chemischer Ausführung enthalten ist.

Schuppen

Mehr über Haarwäsche mit Roggenmehl erfährst Du in diesem Artikel.

3. (Kaiser-)Natron

Natron entfernt die ganzen Silikone und andere Chemikalien aus dem Haar. Gehe wie folgt vor:

  • Für eine Haarwäsche einen gehäuften Teelöffel in einem Glas lauwarmes Wasser anrühren und das Natron sich dort auflösen lassen; bei langem Haar die Menge verdoppeln.
  • Dann Haare wie gewohnt nass machen, die Mischung draufgiessen, ein bisschen einmassieren, evtl. kurz einwirken lassen und dann gut ausspülen.
  • Achtung bei gefärbtem Haar: Natron zieht eventuell Farbe
  • nicht zu häufig anwenden, höchstens einmal die Woche
  • sehr empfehlenswert ist eine Rinse danach, siehe Abschnitt 1.

4. Kräuter

Kräuter als Aufguss sind ein wunderbares und heilendes Mittel für die Haare. Für den Aufguss eignen sich am besten Brennnessel, Birkenblätter und Kamille. Die Kamille zeichnet sich durch beruhigende Eigenschaften aus, Brennnessel hilft bei Haarausfall, Birke ist für ihre wundersamen Eigenschaften für Kopfhaut und Haar seit langem bekannt.

Damit die Kräuter-Spülung ihre volle Wirkung entfalten kann, wende sie regelmäßig einmal pro Woche an. Erhitze etwa einen Liter Wasser und lasse darin 2 – 3 EL Kräuter auf 1 l kochendes Wasser 15 – 20 Minuten ziehen. Nachdem der Aufguss abkühlt ist, damit die Haare waschen, ohne abzuspülen.

5. Naturseifen

Wer keine Zeit oder Lust auf diese Rezepte hat, kann eine Naturseife kaufen. Es gibt jetzt zum Glück viele gute Alternativen, z.B. diese wundervolle Arganöl-Seife. Die Haare werden dann schneller fettig, können sich aber schnell von Shampooresten erholen und werden gesünder.

6. Nur Wasser

Wenn du Lust und die Möglichkeit hast, kannst du natürlich auf alles verzichten und deine Haare nur mit Wasser waschen. Einfach die Haare gründlich mit Wasser spülen – fertig! Die Wasserhaarwäsche ist für empfindliche Kopfhaut sehr schonend. Dadurch wird versucht, die Haarwäsche allgemein hinauszuzögern.

Haare waschen ohne Shampoo: die Anleitung

  • Beginne ganz radikal damit, das Shampoo wegzulassen. Nur so wird es richtig funktionieren.
  • Halte durch! Wenn du die Prozedur der Umgewöhnung auf shampoofrei geschafft hast, mach nicht den Fehler, mal ausnahmsweise Shampoo zu verwenden. Es wird dich sofort auf Ausgangsposition zurücksetzen! Denn du hast den ganzen wiederhergestellten und verteilten Talg komplett entfernt und wirst wieder von vorne anfangen müssen!
  • Probiere verschiedene Mittel der shampoofreien Wäsche und finde, was dir am besten passt: ob Lavaerde, Natron, nur Wasser oder natürliche Seife.
  • Wie oft die Haare gewaschen werden sollten, ergibt sich aus der individuellen Beschaffenheit deiner Haare und deinen Lebensverhältnissen. Besonders vorbeschädigtes, fettiges Haar und eine staubige Umgebung erfordern häufigeres Waschen. Die Abstände zwischen den Haarwäschen verlängern sich mit der Zeit, aber eine feste Regel gibt es dafür nicht.
  • Um die Fettigkeit etwas zu mindern, massiere 15 – 30 Minuten vor der Haarwäsche den frischen Saft einer halben Zitrone in die Kopfhaut ein.
  • Bürste deine Haare besonders zu Beginn viel, um den Talg auf die Längen gut zu verteilen. Als Faustregel zur Orientierung: 100 Striche jeden Tag. Am besten sind Bürsten aus Naturstoffen wie eine Holz- oder Bambusbürste. Bürsten ist eine der gesündesten Arten, die Haare zu pflegen.
  • Die Durchblutung der Kopfhaut spielt bei der Haargesundheit und Haarfülle eine entscheidende Rolle. Achte darauf, dass du während der Wäsche die Kampfhaut ordentlich massierst. So regst du den Haarwuchs an. Schöne Haare wachsen nämlich auf einer gesunden Kopfhaut.
  • Optimale Variante: Färbe die Haare nicht und benutze ein Minimum an Haarspray oder besser gar keines oder sonst welche Stylingprodukte. Verwende keine Metallspangen und trage die Zöpfe eher locker. Lass sie öfter offen und frei schwingen und die Kopfhaut atmen.
  • Ernähre dich gesund und bewusst. Unterstütze die Kopfhaut mit dem Weglassen von tierischen, industriell verarbeiteten und chemischen Produkten von innen und außen. Nähre sie mit frischem Bio-Obst, Gemüse und Grün. Vegane, zum größten Teil oder komplett rohköstliche Ernährung liefert dir die perfekten Bausteine für alle Teile deines Körpers, um gut und natürlich zu funktionieren. Die Schönheit der Haare ist äußerer Glanz und innere Gesundheit. Besonders am Anfang der Umstellung auf shampoofrei unterstütze die Entgiftung deiner Kopfhaut durch frischgepresste grüne Säfte, viel gutes Wasser  und frische Luft.
  • Wenn du vorhast, auf Silikone zu verzichten, solltest du darauf vorbereitet sein, dass nach einer Zeit ganz viel Spliss, Haarbruch und andere Haarschäden plötzlich auftauchen. Es liegt jedoch nicht daran, dass eine Haarwäsche ohne Chemie schlecht für die Haare wäre, sondern daran, dass diese Haarschäden schon vorher existierten und nur mit dem Silikonfilm abgedeckt waren.

natürliche Haarpflege

Die Übergangszeit

Es gibt allerdings eine Umstellungsphase, während der deine Haare grässlich aussehen können. Bei eher trockenen und gewellten oder gelockten Haaren ist die Umstellung womöglich erträglicher. Die Kopfhaut wird sich aber nach wenigen Tagen, das Haar spätestens nach 3-4 Wochen so weit selbst reguliert haben, dass Du dich fragen wirst, warum Du Deinen Körper jemals freiwillig der chemischen Keule ausgesetzt hast. Gib Deiner Kopfhaut die Chance wieder in ihr Gleichgewicht zu finden.
Ein anderes Problem sind aufgeladene (fliegende) Haare. Sie sind ein Anzeichen von Feuchtigkeitsmangel. Auch diese unangenehme Erscheinung verschwindet mit der Zeit, wenn die Haare mit natürlichem Fett ausreichend versorgt sind und die Struktur wieder gesund ist.

Meine Erfahrung

Ich benutze Lavaerde jetzt seit April 2013 (fast) ausschließlich und meinen Haaren geht es wunderbar. Sie sind weicher, fülliger, glänzen und fallen schön. Wenn ich mal situationsbedingt mit Shampoo wasche, werden sie wieder ganz schnell fettig. Die Wascherde dagegen wirkt entfettend und ich habe meinen Waschrythmus auf 4-5 Tage verlängert und versuche es mit dem Waschen allgemein hinauszuzögern, indem ich beispielsweise einen Zopf oder einen Dutt oben mache 🙂 Zwar schaffe ich es nicht immer eine gesamte Woche, aber im Gegensatz zu früher ist das für mich ein großer Fortschritt. Außerdem brauche ich keine Spülungen, Kuren, Packungen oder Stylingprodukte wie Sprühfestiger, Mousse, Gele oder Haarlacke. Somit habe viel mehr Geld für mein Bio-Obst zur Verfügung.

Ein Zwischenfazit

Vorteile des shampoolosen Waschens liegen auf der Hand:

  • es reguliert die eigene Fett-Produktion
  • mit der Zeit wird die Kopfhaut entspannt
  • die Haare werden natürlich gesund und füllig
  • Du verzichtest auf Chemikalien
  • hilfst der Umwelt und
  • sparst eine Menge Geld.

Ich kann es jedem wirklich ans Herz legen, es mal ohne Shampoo und stattdessen mit alternativen Methoden zu versuchen. Am Anfang ist es vielleicht etwas ungewohnt. Kopfhaut und Haar müssen sich die ersten Wochen daran gewöhnen, allerdings kannst Du nichts kaputt machen. Es ist den Versuch wert. Weniger ist mehr!

Wenn Du Ergänzungen hast nur zu, schreib sie gerne in einem Kommentar! 

Victoria

Victoria RustP.S. Möchtest Du mehr über natürliche Pflege ohne Chemie erfahren? Nicht nur für die Haare, sondern für den ganzen Körper? Dann hole Dir mein brandneues eBook SCHÖNHEIT BRAUCHT KEINE ZUSÄTZE und schaffe den einfachen Übergang zur günstigen und chemiefreien Pflege!

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58 Kommentare

  1. Hi, Vielen Dank für die Infos. Du hast Recht, früher oder später befasst man sich bei rohveganer Ernährung auch mit allen anderen Dingen. Eine Frage, hast Du einen Tipp wie man dann trotzdem frisch duftendes Haar haben kann? Ich denke da an Wassermelonen/Gurkenduft? Oder ähnliches? K.A. Fehlt Dir das dann nicht ein bisschen, dieser Frischeduft? Föhnst und glättest Du noch?

    • Victoria sagt

      Hi Rawstine,
      Du hast Recht! Besonders nach einer Apfelessig-Rinse riecht mein Haar schon komisch 😉 Ich besprühe es einfach mit einem schönen natürlichen Duft, wenn es getrocknet ist, wie z.B. Verbenen-Parfüm von L’Occitane oder gebe in die Spitzen etwas Vanilleöl. Aber je Du länger roh bist, desto schöner wird das Eigengeruch von Deinem Körper und auch dem Haar, es wird von alleine angenehm duften, dann braucht man immer weniger Parfüms und Co.
      Ich föhne und glätte nur vor meinen Auftritten, da ich als Showgirl arbeite. Sonst privat nicht.

  2. Hallo. also ich bin auch umgestiegen.Auf vegane Seifenshampoos selbst gemacht zum Bestellen aus der Uckermarkt. Es fühlt sich total geil an….man cremt das shampoo wie eine Seife in den Händen und dann gibt man es ins Haar. Ich finde es sooo großartig, bin total verliebt in das shampoo. ich benutze zwei stück bis jetzt Aloe Vera shampoo und Walnussshampoo. Und die duften…wow… Ich geb hier mal den Link an…
    http://www.die-seifenmanufaktur.de/

    Danke für den Beitrag. Neo Sanchez <3

    • Victoria sagt

      Hi Neo,
      es ist immer schön zu erfahren, dass andere Menschen von Naturpflege begeistert sind. Die Produkte sehen toll aus, danke für die Infos!

  3. Ich siede selbst und auf meine Haut kommt nur meine eigen Seife. Gern eine Salzseife oder eine antiseptisch wirkende Frauenmantelseife fürs Gesicht und Haarseife für, klar, die Haare. Mit Lavaerde bin ich nie so wirklich warm geworden, da hatte ich auch nach langem Spülen das Gefühl, die Haare wären stumpf.

    LG
    Ivana

    • Victoria sagt

      Hi Ivana, Salzseife und Frauenmantelseife? Interessant! Habe vorher nie was davon gehört, werde mal recherchieren. Danke! Lavaerde ist auch nicht für jedermann, eher für die Menschen mit fettiger Kopfhaut. Jeder muss da seine eigenen Vorlieben entdecken 🙂 Naturseifen sind eine schöne Alternative, ich greife da auch öfters für Körper- oder Gesichtswäsche zu.

  4. Selina sagt

    Hallo Victoria,
    danke für diesen Artikel. Da gestern mein Shampoo ausgegangen ist, bin ich ins Reformhaus und habe Lavaerde gekauft. Gleich ausprobiert und ich bin absolut begeistert! Ich habe meine Haare noch nie mit so einem Volumen gesehen! Sie waren so leicht und locker, wie ich es selten von Shampoo kenne. Und das erst nach ein mal ausprobieren! Nie wieder normales Shampoo…
    Ich bin auch gerade am rumprobieren mit Zahnpasta. Ich nehme jetzt einfach Lavaerde, also tunke meine nasse Zahnbürste ein wenig in Lavaerde und putze damit meine Zähne. Würdest du das empfehlen? Ich habe vor, das nur für die Übergangsphase zu machen, bis ich ein Zahnpastarezept finde, das mich anspricht und ich ein bisschen rumprobiert habe.
    Danke nochmal 🙂
    lg Selina

    • Victoria sagt

      Liebe Selina,
      schön, dass Lavaerde Deinen Haaren gut getan hat!
      Ich putze im Moment auch mit Lavaerde meine Zähne, allerdings tue ich das generell eher selten: jede 3-4 Tage (und mache jeden Morgen Kokosölziehen). Lavaerde säubert astrein, und man muss damit nicht zu sehr scheuern, sondern eher sanft putzen. Ich würde damit nicht übertreiben, was Intensität und Häufigkeit betrifft. Ich habe sogar das Gefühl, dass es weniger von schwarzen Pünktchen (Karies) geworden ist! Falls Du ein gutes Rezept findest, sag Bescheid. Ich probiere gerne neue Mittel aus 😉
      Liebe Grüsse Victoria

  5. chibu sagt

    Wieder ein interessanter und inspirierender Artikel! Danke dafür! Lavaerde als Shampoo könnte genau das richtige für meine dünnen, schnell fettigen Haare sein. Ich wasche mir meine Haare schon länger mit der Speik-Naturseife. BIn auch ziemlich zufrieden damit. Brauche überhaupt keine Stylingprodukte mehr, außer Haarspray. Früher waren die Haare ohne Schaumfestiger richtig platt. Mit der Seife sind sie viel voluminöser, allerdings werden sie immernoch schnell, bzw sogar noch schneller fettig. Schon nach einem Tag :/

    • Victoria sagt

      Hi Chibu,
      oh ja, dann ist die Lavaerde genau das, was Du brauchst! Habe nämlich auch früher total platte dünne und schnell fettende Haare gehabt. Und nur nach knapp über einem halben Jahr Lavaerde sind die so dick und voluminös wie nie zuvor, weiss gar nicht wohin mit der Haarpracht 😀 Trockener am Ansatz werden sie auf jeden Fall. An den Spitzen leider auch, deswegen solltest Du eine gute Pflege für die Spitzen finden, di Dir am besten passt.

  6. Claudia sagt

    Cool die Lavaerde, mein erstes Experiment früher mit Backpulver und Essig war ja damals nicht so erfolgreich, sodass ich mir direkt nochmal normal die Haare waschen musste. Jetzt ist Tag zwei und es fühlt sich gar nicht fettig an. Zwei Fragen hab ich. Ich hab einen Wasserionisierer und kann saures Wasser mit ph-Wert von 4 einstellen, kann ich das auch als Rinse benutzen? Weil Essig riecht blöd und Zitrone blondiert mir die Haare, was ich jetzt nicht unbedingt wollte;) und Pflege für die Spitzen… naja bei mir sind die Haare irgendwie sehr trocken alle dann, gibts alternativen zu Kokosöl? Weil, dass ist mir zu fettig.

    • Das mit dem Wasserionisierer kann ich dir leider nicht beantworten, aber ich denke so vom Prinzip her müsste das funktionieren…. Der Essig bzw der Zitronensaft sind ja auch nur dazu da um den pH Wert nach der Wäsche wieder an den Haut-pH Wert anzugleichen (pH 5,5). Zum Thema Öl kann ich dir aus eigener Erfahrung berichten, dass Kokosöl für mich auch zu fettig war, ich aber super mit Mandelöl für die Spitzen klar komme. Davon mache ich ca alle 2 Tage abends ein paar Tropfen in die Spitzen, damit das Öl über Nacht gut einziehen kann. Dann sind die Haare super weich und gut kämmbar bei mir 🙂

  7. Nachdem ich mit der Wascherde nicht so gut zurechtgekommen bin, habe ich eine Wascherde mit Kräutern (Eliah Sahil Natural Shampoo, z.B. bei Amazon) gefunden, die nur auf die nassen Haare aufgestreut wird und beim zweiten mal sogar schäumt. Super praktisch und bringt ein tolles Ergebnis, kann ich nur empfehlen. Saure Rinse mache ich auch immer anschließend.
    Und für die Spitzen mische ich mir ein gutes Öl in Wasser, gebe es in eine Sprühflasche und sprühe die Spitzen damit ein, so ist die Dosierung viel einfacher.

  8. Kirstin Rahaus sagt

    Hallo Ihr Lieben,
    Ich wasche meine Haare nur noch mit Wasser und wenn ich mal Hilfe brauche nehme ich Maisstärke, ab ins Haar und ausbürsten. Hilft immer und ich brauche nicht mal Lavaerde zu kaufen, schließlich wird sie ja auch behandelt-leider. Ich spare somit Verpackung und teure Lavaerde 🙂

    • Hallo Kristin,
      das klingt interessant, aber so ganz habe ich das nicht verstanden: Gibst du die Maisstärke in das nasse Haar und bürstest es dann aus? Spülst du dann nochmal nach? Oder gibst du es in das trockene Haar wie ein Trockenshampoo?

      • Kirstin sagt

        In das trockene Haar.Schau mal auf die Inhaltsstoffe vom Trockenshampoo, das ist auch Maisstärke 🙂
        Dann bitte ganz normal auskämmen.Mittlerweile bin ich auf Natron umgestiegen und hinterher Apfelessig als Rinse =Perfekt 🙂

  9. Ariane sagt

    Hallo,

    eine Frage bezüglich des Vorteils „Geld sparen“. Ich habe jetzt eine Packung Lavaerde bestellt (Logona über Amazon). Ein kg für 16 Euro. Ich habe jetzt nach der ersten Anwendung (3 Esslöffel) irgendwie das Gefühl, dass ich damit nicht wirklich viel Geld sparen werde. Wie lange reicht denn dieses kg aus ihrer Erfahrung heraus? Oder haben sie eine Bezugsquelle, wo man gute Lavaerde günstiger bekommt?

    Vielen Dank & LG

    • Victoria sagt

      16 Euro pro KG ist schon ziemlich günstig. Ich habe für meine im Bio Shop um die 17 Euro bezahlt. Allerdings sind 3 EL für eine Anwendung viel zu viel. Es reicht auch aus, wenn Du einen gehäuften EL nimmst. Mir reicht es auf jeden Fall für Haare und noch am Abend für eine reinigende Gesichtsmaske. Ich habe meine Packung Lavaerde seit 10 Monaten, und es ist immer noch ein bisschen drin. Ich habe auch nicht grossartig sparsam damit umgegangen. Der Vorteil ist noch, dass man seltener die Haare wäscht und somit weniger verbraucht.
      Versuche etwas mehr Wasser dazuzugeben, dass die Mischung flüssiger wird, vielleicht wird dann Dein Verbrauch weniger.

  10. Hi Victoria, das ist ein super Artikel, echt informativ!!
    Kann man denn Shampoo aus Lavaerde auch auf Vorrat herstellen? Würde es gerne in ein Fläschchen abfüllen, damit es nicht so aufwendig ist… Was meinst du?
    Liebe Grosse
    Nadine

  11. Hallo Victoria,
    auf FB schreibst du, dass du Kokosöl nutzt. Wie wendest du es denn an?
    Ich massiere Kokosöl 1 Stunde vor dem Waschen in die Haare, mache eine Plastiktüte drüber, wickele ein Handtuch drum und lasse das 1 Stunde einwirken. Danach wasche ich es aus. Ich mache das noch nicht lange, aber mir fällt in letzter Zeit immer wieder auf, wie schön mein Haar glänzt. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Methoden?…

    • Victoria sagt

      Hallo Suzie,
      Danke für das teilen Deiner Erfahrung mit dem Koksöl. Ich mache mir Koksöl einfach in die Spitzen als Styling oder wenn ich das Gefühl habe, dass sie trocken geworden sind. Wenn ich am nächsten Morgen plane, die Haare zu waschen, massiere ich Koksöl vor dem Schlafengehen ebenfalls in die Spitzen ein und lasse die ganze Nacht einwirken (in diesem Fall lege ich ein Handtuch auf das Kissen, um öliges Kissenbezug zu vermeiden).

      • Katja Andreä sagt

        Liebe Victoria, ich bin mittlerweile auch ein großer Roggenmehl-Shampoo-Fan und wollte dich fragen, wie du das Kokosöl aus den Haaren bekommst? Benutzt du im Moment noch Roggenmehl oder Lavaerde oder beides oder was anderes? Meine letzte Ölkur hab ich noch mit einem milden Shampoo ausgewaschen. Danke und liebe Grüße, Katja

        • Victoria sagt

          Hey Katja,
          ja Roggenmehl ist so angenehm und wirksam, dass man danach nichts mehr anderes möchte 🙂 Ich benutze es auch die ganze Zeit. Habe auf meine 4-monatige Asienreise eine 1 kg Packung mitgenommen, und es hat perfekt gereicht! Jetzt habe ich noch 3 Wochen, und für 4-5 Wäschen Roggenmehl dabei. Ich nutze auch oft Kokosöl für die Spitzen, allerdings nur ganz bisschen, und bekomme es immer ausgewaschen, vorausgesetzt es ist warmes Wasser in der Dusche. Es ist schon passiert, dass die eine oder andere Unterkunft in Thailand kein Heisswasser hat, dann war das Öl nach dem Waschen nicht raus und die Haare fettig. Wenn Du Kur machst und ganz viel Öl auf die Haare darauftust, müsste es eigentlich auch rausgehen. Aber ich würde es eh nur in die Spitzen geben – die Wurzeln werden ja von der Kopfhaut gut genährt.

          • Katja Andreä sagt

            Liebe Victoria, danke für deine Antwort! Ja es ist wirklich unglaublich, ab und an wurde ich noch mal schwach und hab Conditioner zwischendurch benutzt, aber es ist echt kein Vergleich zum Roggenmehl, ich will auch nix anderes mehr. Machst du das Kokosöl eigentlich ins feuchte Haar oder ins trockene? Liebe Grüße, Katja

          • Victoria sagt

            Haha Katja 🙂 Man fragt sich: warum habe ich das mit dem Roggenmehl vorher schon nicht gewusst? 🙂 Ja, Kokosöl benutze ich oft, aber nur gaaanz wenig für die Spitzen.

  12. Hey Victoria,

    Ich habe vor 2 1/2 Monaten auch aufgehört mit normalen Shampoo zu waschen. Vorher hatte ich es schon öfters versucht, bin aber spätestens nach 2 Wochen rückfällig geworden, weil meine Hàare einfach nur grässlich aussahen (Strähnig, doch sehr trockene Spitzen). Anfangs hab ich mir die Haare mit Natron gewaschen, davon rate ich aber ab, weil es die Kopfhaut sehr angreift wegen einem falschen pH-Wert. Danach hab ich und bin auch momentan wieder dabei mit Roggenmehl zu waschen und das gefällt mir wirklich sehr gut, meine Haare werden sauber, weich und haben Volumen, solltest du aufjedenfall auch mal ausprobieren. Alepposeife hab ich auch ausprobiert doch meine Haare wurden ziemlich wachsig und „komisch“. Lavaerde werd ich in Zukunft bestimmt noch testen.

    Liebe Grüße
    Svea

    • Victoria sagt

      Hi Svea,
      Danke für Deinen Erfahrungsbericht! Ich finde auch, man sollte nicht nach dem ersten Versuch aufhören, sondern mehrere Mittel ausprobieren, bis man gefunden hat, was einem zusagt. Roggenmehl fühlt sich gut an, das möchte ich auch mal testen. Kaufst Du es schon fertig? Wie wendest Du es an? Bin total neugierig 🙂

  13. Rebecca sagt

    Hallo Victoria,

    ich bin vor ca. 3 Wochen von Shampoo auf Backpulver und Essig-Rinse umgestiegen…Meine Haare sehen grässlich aus, aber das war nach den ganzen Erfahrungsberichten zu erwarten. Als ich dann diesen Artikel gefunden habe, war ich total begeistert von der Idee Lavaerde zu benutzen, da das mit dem Backpulver irgendwie nicht so gut klappt…mal sind meine Haare sauber, mal sind sie nach dem Waschen immer noch fettig usw…Ich habe mir also direkt die Lagona-Wascherde und dein Buch bestellt (was im Übrigen absolut klasse ist!!) 😉

    Eine Frage habe ich allerdings noch. Bei der Anwendung mit Backpulver war es so, dass ich überall gelesen hatte, dass man das Backpulver nur am Ansatz und die Rinse nur in den Längen anwenden sollte. Ist das mit Lavaerde und Rinse genauso? Oder verteilst du beides auf dem gesamten Haar und Kopfhaut?

    Vielen Dank für deine Hilfe

    Liebe Grüße
    Rebecca

    • Victoria sagt

      Hi Rebecca,
      Freue mich, dass Du Dich entschieden hast bei der Haarwäsche auf Chemie zu verzichten. Ja stimmt, die ersten Wochen ist es schrecklich, aber man hat die Haare so lange gequält, dass sie eben ihre Zeit brauchen, um die natürlichen Vorgänge wieder herzustellen. Bei den Haarwaschmitteln probiere rum und finde das, was Dir am besten passt. Ausser Lavaerde kann ich Dir noch Roggenmehl sehr empfehlen: es trocknet die Haare weniger aus. Lavaerde trage ich tatsächlich nur auf die Ansätze und Kopfhaut auf. Doch Roggenmehl kannst Du auf die ganzen Haaren verteilen. Mit der Essig- oder Zitronenrinse kannst Du alles abspülen: die Längen und auch den Ansatz. Was nur auf die Spitzen aufgetragen werden soll, ist das Kokos- oder Jojobaöl (falls der Bedarf besteht bei trockenen Spitzen).
      Achte auch darauf, die Haare regelmässig zu bürsten: so verteilst Du die eigene Haarkur in die Längen.
      Liebe Grüsse
      Victoria

  14. Jule sagt

    Halli Hallo! Ich habe mich jetzt schon länger mit dem Thema beschäftigt, bei meinen Haaren auf Chemie und ähnliches zu verzichten, und dieser Artikel kommt gerade perfekt! Da ich allerdings erst 15 bin und dementsprechend noch bei meinen Eltern wohne, brauche ich jetzt eure Hilfe: meine Mutter versteht es so gar nicht warum ich meine Haare nur noch mit natürlichen Dingen waschen will und auf handelsübliche Shampoos verzichten will. Habt ihr eine Idee, wie ich sie überzeugen kann?

    • Victoria sagt

      Hi Jule,
      Erzähle ihr ganz höfflich, was da alles mit der Kopfhaut und dem natürlichen Eigenpflege passiert. Wenn Du meinst, dass sie die Infos nicht gut annehmen wird, sage ihr einfach, dass Dir chemische Schampoos nicht guttun gesundheitlich. Du musst nicht unbedingt lügen, aber es stimmt ja!

  15. Diese sagt

    Hallo, leider muss ich aufgrund meines Grauanteils färben, mit Chemie farbe, weil sonst deckt nix… klappt es dennoch mit deiner Methode`? also tut es den haaren dennoch gut oder bringt es dann nichts umzusteigen? LG Deni

    • Victoria sagt

      Hi Deni,
      Ich glaube, es lohnt sich immer, sich die regelmäßige Chemie zu sparen. Bin mir nur nicht sicher, wie Deine Haare aussehen werden, da die Struktur von der Farbe ja beschädigt ist. Da brauchen die Schüppchen irgendwas deckendes wie Silikon. Aber versuchen mit Roggenmehl, Apfelessig und etwas Öl für die Spitzen kannst Du ja.
      Ich spreche aus Erfahrung, da wenn ein Großteil meiner Haare jetzt ungefärbt ist, sehe ich, wie gross der Unterschied ist. Die gesträhnten Spitzen sind total ausgetrocknet und krauselig. Mit Silikonspülung würde es nämlich nicht so auffallen.

  16. Hallo Victoria,
    ich bin jetzt seit einigen Wochen dabei, meine Haare mit Roggenmehl zu waschen. Seit der Chemiekram raus ist, sieht man erst die eigentlichen Schädigungen der Haare (ich färbe Strähnchen). Die Haare sind trocken und alles andere als weich. Am Haaransatz geht das Fett kaum noch raus. Ich kann sie kaum durchbürsten und dann verliere ich sehr viel Haare, was allerdings nicht so auffällt, da sie durch die Trockenheit optisch mehr Volumen haben. Muss ich da durch oder hast du noch einen Tipp für mich? Ich traue mich gar nicht, Kokosöl zu verwenden, da das Fett nicht so gut rausgeht und ich Sorge habe, dass sie danach speckig aussehen.

    • Victoria sagt

      Hi Suzie,
      Ach ja die Strähnchen! Ich dachte auch, dass es schonend sein sollte, aber wenn meine eigenen Haare rausgewachsen sind, habe ich den riesigen Unterschied in der Struktur gesehen – wie beschädigt die gestrählten Haare sind :-/ Und ja, die gefärbten Haare sind nicht für natürliche Roggenmehl-Pflege gedacht, sondern für silikonhaltige Shampoos, Spülungen und Kuren. Man kann diese chemischen Pflegeprodukte nur durch die kopfhauteigene Pflege ersetzen, aber dafür muss man wochenlang mit fettigen Haaren rumlaufen, bis das natürliche Hautfett sich auf den Haaren bis in die Spitzen verteilt. Ansonsten kann ich da nur ein Öl für die Spitzen raten, habe selbst noch keine bessere Lösung gefunden. Das Kokosöl geht bei der Haarwäsche mit wärmerem Wasser raus.

  17. Simone sagt

    Hallo!
    Danke für den ausführlichen Bericht.
    Ich hab sehr lange Haare, sehr dünne Haare, die außerdem schnell nachfetten. Seit bestimmt 20 Jahren muss ich sie täglich waschen….weils sie dann am nächsten Morgen sichtbar fettig sind. Daraus folgt natürlich, dass das nicht besser wird….
    Vor 4 Wochen habe ich nun Lavaerde angefangen auszuprobieren. Kein Pulver, sondern richtige Brocken unterschiedlicher Größe, die ich in Wasser auflöse und in meine Haare einmassiere. Ausgespült wird mit einer Wasser-Essig-Mischung.

    Ergebnis ist bisher, dass ich sie jeden zweiten Tag wasche…und sie am Tag zwischendrin sichtbar fettig und strähnig sind. Die einzige Veränderung sind die viel trockeneren Spitzen…leider.

    Vielleicht hast du ja noch einen Tipp, wie ich etwas besser machen könnte?
    meine Haare sind übrigens nicht gefärbt

    • Victoria sagt

      Liebe Simone,
      Das ist ein typischer Teufelskreis bei Dir: Du wäschst sie sehr oft, die Kopfhaut produziert fleißig Fett, um die weggewaschene Schutzschicht wiederherzustellen, und Du wäschst sie wieder, damit sie nicht fettig sind… Da würde nur helfen, sie 1 mal die Woche für mehrere Wochen mit Lavaerde/Roggenmehl zu waschen, damit die Kopfhaut sich beruhigt und anfängt, weniger Fett zu produzieren. Ansonsten wenn Du keine Möglichkeit hast, mehrere Wochen mit fettigen Haaren rumzulaufen, dann so langsam machen, wie Du es gerade macht: erstmal 1 mal in 2 Tagen mit Lavaerde, dann vielleicht 1 mal in 3 Tagen usw. Hauptsache kein Schampo mal wieder anwenden, ansonsten ist wieder alles zerstört, und Du musst alles von vorne anfangen. Ich selbst habe es auf der Reise in Asien gemacht: einen Monat so gut wie gar nicht gewaschen und immer Dutt getragen.
      Mit den Spitzen ist es leider so: die Haare sind an die jahrelange „Pflege“ mit der silikonhaltigen Spülung gewohnt, die sie verschließt. Wenn diese Schicht weg ist, siehst Du, wie die Haare in Wirklichkeit sind. Ich nutze Öl für die Spitzen. Ansonsten jeden Tag gut durchkämmen, besonders wenn die Haare fettig sind, um die eigene Pflege auf die ganze Länge zu verteilen.
      Liebe Grüsse
      Victoria

  18. Hallo Victoria,
    welches Kokosöl benutzt du? Es gibt so viele….

    • Victoria sagt

      Hi Nika,
      wenn Du Budni oder Bio Supermarkt in der Nähe hast, findest Du da verschiedene kaltgepresste Kokosöle. Di sind eigentlich alle gut, Hauptsache sie sind kaltgepresst. Ich persönlich bestelle mein Kokosöl hier: goo.gl/fw4oZV ♡

  19. Was wäre eure Empfehlung bezüglich Shampoos gegen Haarausfall? Ich bin immer noch auf der Suche. 🙁

  20. wastungegenschuppen sagt

    Vielen dank für den unfassbar guten Artikel.

    Ich bin immer auf der Suche nach Tipps gegen Schuppen, daher kommen die Ideen wie gerufen.

    • Victoria sagt

      Gerne 🙂 Roggenmehl ist super wirksam gegen Schuppen auf jeden Fall! Doch beachte, dass es nicht sofort wie die ganzen chemischen „Wundermittelchen“ funktioniert, sondern Zeit und Geduld benötigt. Das Problem kann sogar am Anfang mehr werden, weil die Kopfhaut sich entgiftet. Doch nach 2-4 Wochen sollte es gelöst sein.

      • Das werde ich definitiv testen und macht auch Sinn. Ich hab schon ein paar „Hausmittelchen“ probiert, die haben alle nicht 100% geholfen, aber sollten sie es getan haben, dann war es häufig am Anfang erst einmal schlimmer, weil die Chemie den Ausbruch nicht mehr so unterdrückt hat – zumindest vermute ich das. ^^

        • Victoria sagt

          Hi Felix, das ist richtig. Am Anfang kann es „schlimmer“ werden, aber nur weil die Kopfhaut sich auf ihre normale Funktion wieder umstellt. Probiere mal rum, um festzustellen, was Dir am besten passt: Lavaerde, Natron, Zitrone, Roggenmehl… Und lasse Dir Zeit. Du wirst schon das richtige finden und es lohnt sich auf jeden Fall!

      • Irène sagt

        Hallo Victoria, was auch wunder wirkt gegen Schuppen ist eine Apfelessig-Spülung mit ein paar Tropfen Rosmarinöl. Oder gleich eine Spülung aus abgekühltem Rosmarinsud. Einmal angewendet (am besten via Sprühflasche und 5min Einwirkzeit), Schuppen weg! It’s magic ;). Tausend Dank für Deine tollen Artikel, Du inspirierst mich sehr!
        Liebe Grüße, Irène

        • Victoria sagt

          Hey Irène,
          Danke für den Tipp, das klingt wirklich nach Magic! Ich habe im Moment kein Schuppenproblem, aber werde ich mir merken. Super!

  21. Livia Maag sagt

    Super beitrag, danke dir.
    Fragen dazu; ist natron bei regelmässiger anwendung alle 2 bis 3 tage schädlich für die kopfhaut? Mache die variante nur mit wasser nun seit dem 5ten januar, dich meine haare sind recht wachsig und verklebt. Wann meinst kommt besserung? Und was hilft dagegen? Würde gerne bei der variante nur mit wasser bleiben. Wie lange geht so ne umstellung? Ist es zu viel wenn ich meine haare alle 2 tage wasche? Produziert die kopfhaut deshalb so viel fett? Verteile dies schon mit 100 bürstenstrichen pro tag.

    • Victoria sagt

      Liebe Livia,
      Schön, dass Du auch trotz Schwierigkeiten dabei bleibst 🙂 Also es kann schon bis zu 6 -8 Wochen dauern, dass die Haare ständig fettig sind bis sie sich endlich beruhigen und normale Funktion der Kopfhaut wieder hergestellt ist. Ich habe es immer noch manchmal, dass wenn ich zu viel schwitze oder es viel zu heiss ist wie hier in Asien, dass mir Roggenmehl alleine nicht hilft und die Haare nach der Haarwäsche trotzdem fettig bleiben. Mir hilft es sehr, die Kopfhut ca. 20-30 Minuten vor der Haarwäsche mit frischem Zitronensaft einzumassieren – er löst das Fett. Und versuche evtl. Roggenvollkornmehl oder Lavaerde zum Waschen, vielleicht wird es besser klappen. Ansonsten Natron jede 2-3 Tage kann nicht schaden.
      Liebe Grüsse
      Victoria

  22. Kim sagt

    Super Interessanter Artikel! Ich habe vor ca. 1 Woche angefangen auf Shampoo zu verzichten, weiß aber nicht wie ich am Besten weiter machen soll. Wann darf ich meine Haare wieder (natürlich ohne Shampoo) waschen? Ich würde gerne Roggenmehl ausprobieren. Muss ich meine Haare von den Spuren des Shampoos reinigen oder kann ich auch einfach warten bis es sich rausgewaschen hat?
    LG

    • Victoria sagt

      Hi Kim, es ist alles ganz entspannt 🙂 Fange einfach an und wasche die Haare sobald Du das Gefühl hast, dass es wieder Zeit ist. Die Spuren vom Shampoo werden von Roggenmehl, Lavaerde oder Natron allmählich rausgewaschen. Am Anfang wird es schwierig: wenn der Silikonfilm weg ist, dann hast Du das Gefühl, dass die Haare total trocken sind. Das kommt davon, dass sie so lange unter dem Silikonfilm eingeschlossen waren und die natürliche Pflege aus der Kopfhaut ständig vom Shampoo entfernt wurde. Mit der Zeit sollte es sich alles wieder herstellen, kann aber mehrere Wochen bzw. paar Wochen dauern.

  23. Pingback: Schöne Haare mit Roggenmehl & ohne Shampoo - Kraftfutter

  24. fettigeHaare sagt

    Sehr interessanter Beitrag.
    Ich bin männlich und habe abstehende Haare, die schnell fettig werden. Ich wasche meine Haare jeden morgen mit shampoo von balea men.

    Möchte aber davon weg kommen und morgens nur noch die Haare nass machen und trocknen. Das muss ich mindestens machen, da meine Haare an den seiten morgens total nach oben abstehen und ohne komplett nass zu sein nicht wieder in die normale Form kommen.

    Ich brauche aber morgens ein Mittel um die Haare etwas zu entfetten, wenn ich meine Haare einfach nur nass mache und trockne, sehen sie total fettig aus.

    Hast du vllt für mein Problem auch ein Rat ?

    • Victoria sagt

      Hi, das Problem mit abstehenden Haaren kenne ich persönlich nicht. Aber es scheint, daß Deine Haare genau deswegen fettig sind, weil Du sie jeden Tag mit Schampoo wäschst. Das Schampoo entfernt ja komplett die eigene Schutzschicht der Haare, und die armen Fettdrüsen der Kopfhaut müssen sich astrengen, um jeden Tag noch mehr davon zu produzieren. Es wäre schonender für Dich, das konventionelle Schampoo auf jeden Fall wegzulassen. Wenn Du nur mit Wasser weitermachst, dann dauert es ca. 4-6 Wochen, bis die Fettproduktion der Kopfhaut sich wiederherstellt und die Haare nicht mehr so schnell fettig werden. Die Frage ist: ob Du bereit bist, so eine lange Umstellungsphase zu gedulden? Wenn nicht, dann fange doch erstmal mit einer Naturseife an. Es gibt sie in jedem Bio Shop und sogar bei Budni: es sind die harten Stückseifen mit nur natürlichen Zutaten, die die Kopfhaut beruhigen. Am besten sind die rein pflanzlichen mit Brennnesseln und Kamille.

  25. irula sagt

    Hallo lese immer wieder das man Öl wie Olivenöl, Kokosöl, Argan Öl, Mandelöl usw. für die Haarpflege nehmen soll oder kann. Was soll ich sagen dem kann ich nur zustimmen. Ich habe mich da für die Naprava Argan Öl Kur von rocarahair entschieden. Es duftet sehr schön pflegt die Haare bis in die Spitzen bei mir besonders für die Spitzen in meinem Fall. Habe sehr trockene Haare und mit dem Öl ist das nicht mehr so. Die Haare sehen nicht nur Gesund aus sondern werden es sogar immer mehr. Bin sehr glücklich mit dem Produkt und kann an sich Öle für die Haare nur empfehlen.

    • Victoria sagt

      Danke für den Tipp, Irina! Das hört sich sehr interessant an. Kann man diese Kur nur Online bestellen oder hast Du sie irgendwo im Shop gekauft?

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