Körper & Schönheit

Wie Du Schuppen und juckende Kopfhaut loswirst – natürliche Haarwäsche mit Roggenmehl

rawexotic

Viele von euch kennen schon meinen beliebten Artikel „Schmeiß dein Shampoo weg“, wo ich über die Haarwäsche ohne Shampoo mit alternativen natürlichen Mitteln wie Lavaerde, Natron usw. geschrieben habe. Mein Favorit war bis jetzt Lavaerde und ich habe sie über 2 Jahre mit anschließender Apfelessig- oder Zitronenrinse erfolgreich für meine Haarwäsche eingesetzt.

Ein paar Mal habe ich blöderweise ein flüssiges naturkosmetisches Shampoo benutzt oder mir bei meinem Aveda-Friseur die Haare waschen lassen und habe es jedes mal bereut: Egal wie bio das Shampoo war, es entfernte die natürliche Fettschicht meiner Kopfhaut und Haare. Danach musste ich wieder von vorne mit der Herstellung der Eigenpflege anfangen.

Vor kurzem habe ich dank der Empfehlung einer Leserin von Roggenmehl als Haarwaschmittel erfahren. Ich war neugierig und habe mich entschieden, es auszuprobieren.

Vielleicht denkst Du: „Jetzt nicht auch noch Mehl auf den Kopf schmieren! Was kommt als nächstes?“

Ich sage nur: Probiere es aus, es kam nämlich viel besser als erwartet!

Vorgang:

1. Je nach Haarlänge benötigst Du 2  –  4  EL Bio-Roggenmehl. Mische es mit etwas lauwarmem Wasser an. Nimm am Anfang lieber wenig Wasser und füge bei Bedarf Wasser hinzu. Rühre die Mischung mit einer Gabel oder einem Schneebesen an, bis eine klümpchenfreie, cremige, shampooähnliche Masse entsteht. Falls Du wie ich Vollkornmehl bevorzugst, ist es grober als das weiße. Du kannst es vorher durchsieben, bis es feiner wird oder 1  –  2 Stunden vor der Haarwäsche anrühren und ziehen lassen, bis alle Teilchen weich werden.

Schuppen

2. Wende die Mischung wie ein normales Shampoo an. Verteile sie zuerst auf Kopfhaut und Haaransatz, dann in die Längen und massiere die Kopfhaut – so aktivierst Du die Durchblutung. Lasse die Roggenmasse ein paar Minuten einwirken, damit die Kopfhaut und das Haar die wertvollen Nährstoffe aufnehmen können. Denn von den Nährstoffen gibt es im Mehl so einige: Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe und vor allem das regenerierende und feuchtigkeitsbindende Vitamin B5 (Pantothensäure), das auch in konventionellen Shampoos in chemischer Ausführung enthalten ist.

3. Nun wasche Deine Haare gründlich aus. Eine Spülung oder Rinse brauchst Du danach nicht. Das Haar ist dank den Nährstoffen weich und glänzend. Roggenmehl absorbiert Schmutzpartikel und hat eine antibakterielle Wirkung. Mein erster Eindruck hat alle Erwartungen übertroffen: Das Mehl lässt sich sehr leicht auswaschen, das Haar ist weich und leicht durchzukämmen (ohne Kur oder Spülung) und die Haare fühlen sich kräftig und füllig an. Auch das elektrostatische Problem fliegender Haare habe ich bis jetzt nicht gehabt.

Weitere Vorteile der Haarwäsche mit Roggenmehl:

1. Schon beim Einkaufen ist mir aufgefallen, dass Roggenmehl preislich allen anderen Haarwaschalternativen überlegen ist. Ich habe Roggenvolkornmehl in Bio-Qualität von Anlatura gekauft. 1  kg kostet 1,35 Euro. Wenn man für jede Haarwäsche 2  –  4  EL benötigt und die Haare einmal in 4  –  5 Tagen wäscht, dann reicht das für eine ganz schön lange Zeit. Sparsamer geht’s nur mit bloßem Wasser.

Shampoo ohne Silikone

2. Roggen wird in Deutschland reichlich produziert, also ist das Produkt regional und muss keinen weiten Weg machen. Ökologisch und umweltbewusst!

3. Roggenmehl ist eine wunderbare Art, Schuppen und Jucken auf der Kopfhaut loszuwerden. Vielen Erfahrungsberichten zufolge hat die Roggenmehl-Haarwäsche innerhalb weniger Tage die Menschen von von ihren jahrelangen Schuppenproblemen befreit.

Dabei gibt es noch etwas zu beachten:

Falls es Deine ersten Versuche sind, Deine Haare mit natürlichen Mitteln zu waschen, werden Deine Haare am Anfang höchstwahrscheinlich trockene, spröde Spitzen haben. Das liegt daran, dass die ganzen haarversiegelnden Silikone, die aus den chemischen Mittel stammen, langsam weggespült werden. Die brauchst Du nicht auf Deinem Haar. Sie geben nur einen oberflächlichen, optischen Effekt, indem sie den Spliss überdecken. Reparatureffekt haben sie keinen. Außerdem blockiert der Silikonfilm den Kontakt der Haarschüppchen mit der Luft und der Luftfeuchtigkeit – sie trocknen aus und werden porös.

Du kannst auch andere glutenarme Mehlsorten für die Haarwäsche verwenden, wie z.B. Kichererbsenmehl. Weizenmehl eignet sich allerdings keineswegs dafür, da das darin übermäßig enthaltene Gluten die Haare verklebt und nur schwer auswaschbar ist.

Fazit:

Es gibt viele funktionierende natürliche Alternativen für die Haarwäsche, so dass ein chemisches Shampoo zu benutzen einfach von gestern ist. Roggenmehl ist wunderbar günstig und wirksam. Ich habe es ausprobiert und bin begeistert! Ab jetzt ist es mein Lieblingshaarwaschmittel.

Ob sich diese natürliche Alternative für Dich auf Dauer eignet, musst Du selbst herausfinden. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Roggenmehl ist sanft und schonend zur Kopfhaut und zum Haar und belastet das Abwasser nicht. Du braucht nur geringe Mengen, kommst ohne Plastiktuben und Chemie aus und sparst viel Geld.

Wie wäschst Du Deine geliebten Haare? Freue mich auf Dein Kommentar!

Victoria ♡

Victoria RustP.S. Möchtest Du mehr über natürliche Pflege ohne Chemie erfahren? Nicht nur für die Haare, sondern für den ganzen Körper? Dann hole Dir mein brandneues eBook SCHÖNHEIT BRAUCHT KEINE ZUSÄTZE und schaffe den einfachen Übergang zur günstigen und chemiefreien Pflege! Das Buch auch als Taschenbuch bei Amazon verfügbar.

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Portraitfoto: Michael Schiller

48 Kommentare

  1. Conni sagt

    Danke für den tollen Bericht!
    Ich nutze seit Kurzem Roggenmehl und kann mich deinen Erfahrungen nur anschließen.
    Habe schon Lavaerde und Apfelessig/Natron ausprobiert, fand das aber nicht so toll.
    Roggenmehl überzeugt auf ganzer Linie, weil es wie Shampoo und Spülung in einem ist.
    Wenn es nach dem Waschen schnell gehen muss und man zum Föhn greift, kein Problem!
    (Im Gegensatz zu Apfelessig, das ging mit anschließendem Föhnen gar nicht).
    Preislich ist Roggenmehl unschlagbar, wird regional hergestellt und das Beste: man benötigt kein Plastik, weil das Mehl in Papier abgepackt ist.
    Ich hatte lange Probleme mit Schuppen und juckender Kopfhaut. Kein super-sensitives und parfümfreies Bioshampoo hat da geholfen. Nach dem Waschen waren meine lockigen Haare spröde und hingen herunter. Mit der Roggenmehl-Haarwäsche haben die Locken wieder ihre natürliche Sprungkraft, sind voluminös und die Schuppen haben bereits nach kurzer Anwendungszeit deutlich abgenommen. Bin total begeistert!

    • Victoria sagt

      Liebe Conni,
      Danke für Deinen mega Bericht! Das hört sich fantastisch an! Vor allem der positive Aspekt mit Schuppen und juckender Kopfhaut wird sicherlich für viele Leser nützlich sein (ich habe vor kurzen einige Nachrichten bekommen, wo mich die Menschen gefragt haben, was dabei hilft!). Die Sache mit der Verpackung ist auch super, die habe ich ganz vergessen zu erwähnen.
      Wüsche Dir weiterhin gesunde glänzende Haare <3

  2. Liebe Viktoria, danke Dir für diesen ungewöhnlichen Tipp! Ich habe schon viel gehört und gelesen, davon aber noch nicht! Ich probiere es gleich morgen aus! 🙂

    • Victoria sagt

      Liebe Nicole,
      Freut mich, dass Du auf meinem Blog etwas neues erfahren hast! Ausprobieren loht es sich auf jeden Fall. Es kann sein, dass am Anfang der Zustand der Haare sich verschlechtert, dass sie sich erstmal von der ganzen Chemie erholen müssen. Deswegen am besten über ein paar Wochen ausprobieren 😉 Wenn Du Lust hast, schreibe nachher, wie es Dir damit geht. Ich bin gespannt!

  3. Thomas sagt

    Wird der Abfluß bei der Haarwäsche mit dem Roggenmehl nicht verstopft?

    • Victoria sagt

      Hi Thomas,
      als bis jetzt war alles gut und ich habe auch bei der Recherche nichts davon gelesen. Sollte also kein Problem sein.

    • Carmen sagt

      Ich habe zum Thema auch auf anderen Blogs etc. schon etliche Kommentare und Fragen dieser Sorte gelesen und mich jedesmal gefragt, ob Ihr denn alle nach dem Backen die mehlverklebten Schüsseln und anderen Gerätschaften in den Müll werft und jedesmal neu kauft…

      • Victoria sagt

        Gute Frage, Carmen 🙂 Der Trick ist, das Geschirr nach dem Verwenden des Roggenmehls sofort abzuwaschen oder zumindest im Wasser einzuweichen, ansonsten trocknet die Masse ein und erfordert dann unheimlich viel Mühe und Wasser, sie zu entfernen. Auf keinen Fall wegschmeissen und neukaufen! 😉

  4. Mandy sagt

    Hallo 🙂
    Ich habe gestern abend deinen Beitrag hier gelesen und es heute früh gleich ausprobiert, da ich derzeit auch ein kleines Schuppenproblem habe. Habe sehr lange Haare. Die Paste anzurühren war ganz leicht und ging super schnell. Das „einshampoonieren“ war jedoch etwas ungewohnt, da sich das Mehl nicht so gut verteilen lässt und man auch nicht merkt, wo schon welches ist, weil es ja nicht schäumt oder ähnliches. Habe auch wesentlich mehr verwendet, als ich es bei Shampoo tun würde. Unter der Dusche hatte ich auch eher das Gefühl, dass die Haare sich noch weiter verknoten. Es war auch schwierig die Paste direkt auf die Kopfhaut zu bekommen, da man sich ja erst durch den Haarwusel durcharbeiten muss.

    Aber gut, das Ausspülen ging schonmal problemloser, als ich es erwartet hatte. Nun ging es ans Kämmen, wovor es mir ja schon graute ohne Spülung.. Aber es ging eigentlich ganz gut. Klar, Knoten sind Knoten und ab einer gewissen Haarlänge ist das Kämen einfach zeitaufwendiger. Aber mit einem normalen silikonfreien shampoo ohne Spülung sitze ich deutlich länger am Kämmen. Also das ist schonmal ein Pluspunkt. Aktuell trocknen die Haare noch. Mein Freund meinte auf die Frage: WIe die Haare denn riechen: „nach nichts, nach Haare, nicht so gut wie sonst“ .. Aber gut, Mehl ist halt Mehl, da kann ja auch nicht viel riechen. Also ich werd jetzt mal schauen, wie sich die Haare den Tag über so machen und die Methode dann öfter anwenden. Allerdings nicht durchgehend, bei wichtigen Terminen etc. würde ich glaub ich doch auf ein herkömmliches Bioshampoo zurückgreifen. Aber für den Alltag werd ich es versuchen, es ist ja auch wirklich einfach und preiswert!

    Also vielen Dank für diesen Tipp. Ich finde das viel besser, als nur Wasser zu verwenden. MIt der Methode kam ich bislang gar nicht klar. Da ich die Tage noch zum Friseur gehe, um Strähnchen machen zu lassen (ich weiß, gaaanz böse – aber dieses nixsagende aschblond sieht auf Dauer so langweilig aus), hoffe ich, dass die Mehlmethode dann trotzdem noch gut funktioniert und das „gestresste“ Haar dann pflegen kann. Ich werde berichten.

    Viele Grüße,
    Mandy

  5. Liebe Victoria, wieder mal ein toller Artikel! Ich wasche meine Haare schon länger mit Lavaerde und einer Apfelessigrinse. Mein Ziel ist, die Haare irgendwann nur noch mit Wasser zu waschen. Von Roggenmehl habe ich auch schon gehört. Ich wollte es immer mal ausprobieren und habe es trotzdem vor mich hergeschoben. Kürzlich brachte mir eine Freundin ihre angebrochene Roggenmehlpackung vorbei, bei ihr hat es wohl nicht so gut funktioniert. Sie ist wieder auf Lavaerde umgestiegen. Dafür werde ich es mal testen.
    Liebe Grüße
    Silke

    • Victoria sagt

      Hallo Silke,
      Das ist gut zu wissen, dass Du Deine Haare schon länger mit Lavaerde wäschst! Ich bewundere sie nämlich die ganze Zeit und kann mir solche Haare im Moment nur im Traum vorstellen.Aber irgendwann kriege ich das schon hin 😉 Ich habe auch ein paar Jahre Lavaerde benutzt und war sehr zufrieden. Doch nachdem ich Roggenmehl ausprobiert habe, bin ich noch zufriedener damit. Die Haare haben ganz andere Qualität: sie sind viel dicker, griffiger und glänzender. Negativer Effekt: irgendwie wollen viele Menschen mich an den Haaren anfassen und streicheln 🙂 Sie fühlen sich wohl von ihnen angezogen.
      Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Roggenmehl-Haarwäsche bei Dir ankommt!

  6. Hallo Victoria, das klingt wirklich im ersten Moment etwas befremdlich – Mehl auf die Kopfhaut. Aber warum nicht. Ist ja Natur. Ein guter Anstupser von dir mich mit diesem Thema mehr auseinanderzusetzen. Danke. LG Antje

    • Victoria sagt

      Da hast Du Recht, Antje! Klingt zuerst komisch, aber wenn man nachdenkt: lieber Mehl als Formaldehyde, Sulfate, Propylene Glycol, Isopropyl Alcohol usw. 🙂

  7. Jannis sagt

    Hallo liebe Victoria,

    wie immer ein erstklassiger Artikel von dir! 🙂

    Ich selbst habe für mich bzw. meine Haare pures Natron entdeckt, welches mich endlich von meinen Schuppen befreien konnte (nach unzähligen Anti-Schuppen Shampoos, die alle nicht oder nur für kurze Zeit gewirkt haben). Zudem lässt sich Natron ähnlich wie Roggenmehl überaus günstig in größeren Abpackmengen beziehen, aber man kann es zusätzlich gleich u.a. für regelmäßige Basenbäder mitbenutzen.

    Meine juckende (Kopf-)haut hat mich leider noch etwas länger begleitet, da die Ursache hier woanders lag. Nämlich reagiere ich scheinbar relativ empfindlich auf schlechte Wasserqualität. Hier in meiner Studentenwohnung ist das Leitungswasser nicht nur sehr kalkhaltig, sondern riecht ebenso stark nach Chemikalien (v.a. Chlor). Die Lösung hat letztendlich ein Duschfilter gebracht, der zum einen die Giftstoffe herausfiltert und zum anderen mithilfe von Magneten den Kalk weniger aggressiv macht (nach meinem bisherigen Eindruck setzt sich dieser nun auch weniger an den Armaturen ab bzw. lässt sich leichter entfernen).

    Dies nur als Hinweis, falls es noch Andere mit schlechter Wasserqualität gibt, die hierauf eventuell empfindlich reagieren. Vielleicht führt es ja wie bei mir in Kombination mit alternativer Haarwäsche zum erwünschten Erfolg.

    Alles Liebe,
    Jannis

    • Victoria sagt

      Hi Jannis,
      Danke schön für Deine wertvollen Erfahrungen, die sind wirklich Gold wert. Ja, das Wasser ist auch ein wichtiger Aspekt, das habe ich auch schon gemerkt. Ein Filter ist eine geniale Idee, um nicht als totales Opfer da zu stehen und die Gesundheit seiner Haut zu riskieren!

  8. Anne sagt

    Hallo, ich wasche mir auch oft die Haare mit Roggenmehl. Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass man das auch länger einwirken lassen kann. Ich habe also das Mehlshampoo in die Haare gegeben und einfach ein Handtuch drumgewickelt (ohne Tüte oder so), und bin dann 1h mit der Packung rumgelaufen. Das Ausspülen ging genauso leicht wie sonst, ausser an den Rändern, wo es leider etwas angetrocknet war. Aber die Haare waren gefühlt noch sauberer als sonst, weil das Mehl mehr Zeit hatte, das Fett aufzunehmen, denke ich.
    Morgen früh will ich mal Kichererbsenmehl probieren. Auf französischen No-Poo-Seiten reden sie nur von Kichererbsenmehl und Roggenmehl ist dort total unbekannt.

  9. Nicole sagt

    Liebe Viktoria, ich habe Schuppenflechte auf meinem Haar bzw auf meiner Kopfhaut. Funktioniert es auch da? LG Nicole

    • Victoria sagt

      Hi Nicole,
      Ja, es funktioniert. Ich habe zahlreiche Leserberichte, die Schuppen und Jucken durch Verzicht auch chemische Shampoos und stattdessen Roggenmehl für die Haarwäsche nutzen. Auf jeden Fall ist es wert, es auszuprobieren. Schlimmer wird es nicht. Es sei denn, Du bist allergisch gegen Gluten, dann solltest Du es nicht tun!

      • Nicole sagt

        Danke dir für die schnelle Antwort. Lg Nicole

  10. Patricia sagt

    Hallo Victoria, habe meine Haare heute morgen mit Roggenmehl gewaschen. Erst war ich sehr zufrieden bis ich in den Spiegel geschaut habe. Überall waren kleine, weiße Flussen … Ist das vom Mehl oder die Kopfhaut, die da schuppt? Hast Du eine Idee? Es sah sehr ungepflegt und unappetitlich aus. Da ich aus dem Haus musste, habe ich auf normales Shampoo zurück gegriffen 😏 Ich möchte das gerne nochmals ausprobieren … Liebe Grüße patricia

    • Victoria sagt

      Liebe Patricia,
      mir ist das so schlimm nie passiert, und ich hätte es aber mit den weissen Flüssen gerne selbst erlebt, dann könnte ich Dich besser verstehen. Ein paar Leserinnen hatten das Problem allerdings auch 🙁 Bei mir gab es zweimal in den ganzen 4 Monaten, dass ich ein ganz bisschen Mehlkrümmel nach dem Waschen in den Haaren hatte, die gingen aber nach dem Kämmen und dem Lufttrocknen schnell wieder weg. Es könnten auch Schuppen sein, die sollten jedoch nach einigen Haarwäschen weggehen. Vielleicht liegt das an dem Mehl… Falls es überhaupt nicht geht mit dem Mehl und Du trotzdem auf Chemie verzichten möchtest, probiere die Rezepte aus diesem Artikel: http://www.rawexotic.com/projekt-rapunzel-schmeiss-dein-shampoo-weg/
      Liebe Grüsse
      Victoria

  11. patricia sagt

    Liebe Victoria, da auch ich zu Schuppenflechte neige, und der Chemie gerne ein Stückweit abschwören möchte, habe ich die Roggenmehlmischung ebenfalls ausprobiert. So weit hat alle sehr gut geklappt allerdings hatte ich ganz viele weisse Fusseln im Haar und die Haare habe sich auch irgendwie super komisch angefühlt. Kannst Du mir sagen, was das ist? LG Patricia

  12. Mascha sagt

    hallo Viktoria! Habe mir jetztzum dritten Mal meine Haare mit Roggenmehl gewaschen. Das saubere Gefühl ist super toll. Das doofe ist aber, dass ich das Mehl nie richtig ausgewaschen kriege 🙁 ich habe braune Haare und darauf sieht es so schlimm aus. Habe auch mit kaltem Föhn drübergeföhnt..nichts hat geholfen. Ich habe das Roggenvollkornmehl vorher gesiebt und eine Stunde nach dem Anrühren stehen gelassen. Hast du einen Tipp für mich?

    • Victoria sagt

      Hi Mascha,
      das ist richtig doof 🙁 Dabei hast Du alles richtig gemacht. Ich selbst hatte es nie so schlimm. Ein paar mal habe ich nur ein ganz bisschen Reste in meinen Haaren, und die waren nach dem Kämmen und Lufttrocknen weg. Meine Naturhaarfarbe ist ja auch nicht hell. Ich spüle die Mischung richtig lange und ordentlich aus. Vielleicht hast Du eine andere Haarstruktur, und die Schüppchen halten das Mehl auf? Versuche es noch einmal mit dem längeren Auswaschen, ansonsten könnten Natron oder Lavaerde eine Alternative sein (mit Zitronen- oder Apfelessigrinse danach).

  13. Bendte sagt

    Hallo, ich habe gerade zum ersten Mal Kichererbsenpaste in den Haaren. Es fühlt sich sehr gut an! Nur eine Frage: verstopft der Ausfluss nicht auf Dauer, wenn ich da ständig Mehlbrei durchspüle?

    • Victoria sagt

      Hey Bendte, ich wasche meine Haare seit 2 Jahren zuerst mit Lavaerde und dann mit Roggenmehl, und bis jetzt ist das mit dem Abfluss gut gegangen. Das einzige Problem sind die Haare selbst, die beim Waschen rausfallen. Aber dafür habe ich einen Siebaufsatz.

  14. Ina sagt

    Eigentlich gebe ich NIE irgendwo Kommentare ab….doch ich möchte so gerne, dass du weißt, wie glücklich ich mit Roggenmehlshampoo bin. Ich bin 45 Jahre und habe 35 Jahre Haartortour hinter mir ( früher hat die Mutti die Haare gewaschen ).
    Ich habe sehr feines Haar und davon auch nicht allzu viel, ich hatte alles, von kurz bis länger, alle Farben, alle Haartrends, von Dauerwelle bis Seife in den 80ern.
    Und immer waren raue Mengen Haarspray mein ständiger Begleiter, dazu Shampoo, Spülung, Schaumfestiger, Haarkuren….einfach alles, was die Drogerie her gab. Und trotz alledem nie zufrieden mit den Haaren und regelmäßige „Bad Hair Day’s“. Was hatte ich zu verlieren, als ich deinen Artikel las und mit Elan beschloss: Ende mit der Chemie auf dem Kopf, das zieh ich jetzt durch.
    Nach der ersten Roggenmehlwäsche war ich schon verblüfft, saubere, voluminöse Haare, die sich prima nass kämmen ließen und die Frisur saß, wie eine Eins, ohne Haarspray.
    Die erste Woche war eine Mischung aus fettigen Haaren und Zweifeln, doch ich besorgte mir die Wildschweinborstenbürste, nen Holzkamm und habe die Spitzen etwas gestutzt. Nach einer Woche war die Übergangszeit bereits durchgestanden. Seitdem wasche ich alle 4-5 Tage mit Roggenmehl, und zwischendurch ( nach dem Joggen) nur mit warmem Wasser. Ich war nie so glücklich mit meinen Haaren, alle Produkte aus der Drogerie wurden verschenkt und werden auch nie wieder angeschafft. Wenn mir vor sechs Wochen jemand gesagt hätte, dass ich auch nur einen Tag ohne Haarspray auskomme, ich hätte ihn einweisen lassen. Ja, mein Mann lächelt ein bisschen, wenn ich mit der „Backmischung“ im Bad verschwinde, doch das ist es mir wert.😎😎😎
    Ich fühle mich wie befreit, dazu nur noch eine Mischung aus Kokosöl und Aloe Vera zur Gesichtspflege, mein selbstgemachtes Duschgel enthält so viel Olivenöl, das eine Lotion überflüssig geworden ist und während ich das „Shampoo“ auf dem Kopf habe, schrubbel ich die Problemzonen mit Kaffesatz+ Olivenöl. Ich bin dir sehr sehr dankbar für diesen schönen Bericht und für das Umdenken, den dieser bei mir ausgelöst hat. Und sollte wirklich der Abfluss leiden, dann schmeiß ich mich auf die Knie und mach ihn sauber und das mit einem breiten Lächeln. 😀😀😀
    Lg Ina

  15. Lili sagt

    ich benutze 300ml Wasser und 2el roggenmehl. Ich benutze es von kopf bis fuss und bin begeistert. Selbst meine haut fühlt sich seidig weich an. Für mich gibt es nur noch roggenmehl als shampoo und duschgel 🙂

    • Victoria sagt

      Du bist ja rundum Roggenmehl-Fan, Lilli 🙂 Ich muss zugeben, mir gefällt das Roggenmehl auf der Haut auch sehr gut! Ich mache die Reste von der Haarwäsche aufs Gesicht und Dekolleté und es fühlt sich wunderbar an!

  16. Hi 🙂

    Echt ein super Artikel, ich hab dennoch eine Frage. war es bei dir Anfangs auch so das deine Kopfhaut gejuckt hat? ich mache erst seit einer Woche – allerdings mit Lavaerde.

    LG Anna

    • Victoria sagt

      Hi Anna,
      ja, sehr sogar! Erstens, wegen seltenem Waschen und zweitens, weil auf der Kopfhaut dann ja ungewöhnliche Prozesse stattfinden und sie sich umstellt und von Chemiestoffen reinigt. Die Umstellung ist leider nicht angenehm und nicht kurz (ca. 6 Wochen), darauf solle man sich einstellen. Aber ich habe es nicht bereut 🙂

  17. Bendte sagt

    Hallo, ich habe jetzt rumprobiert und Buchweizenmehl mit Wasser angerührt für die Haare. Das war wirklich außergewöhnlich gut! So feste, duftige und glänzende saubere Haare hatte ich mit Roggen nie. Und das hielt sechs Tage, und da habe ich auch nur gewaschen, weil ich so viel geschwitzt hatte. Buchweizen und Kichererbsenmehl haben eben den großen Vorteil, dass sie ohne saure Rinse funktionieren. Und Buchweizen kann sogar halbwegs regional gekauft werden.

    • Victoria sagt

      Hi Bendte,
      Danke für Deinen Bericht! Buchweizenmehl hatte ich noch nicht ausprobiert, das hört sich aber sehr gut an 🙂 Ich habe eigentlich schon vom Roggenmehl gute Haare, jedoch ist nicht jedes Roggenmehl gleich, habe ich festgestellt. Einige sind schwerer auswaschbar, die anderen besser. Bis jetzt war das Roggenvollkornmehl von Alnatura das beste. Jetzt werde ich Buchweizenmehl probieren 😉

  18. kreativmitpapier sagt

    Hallo Victoria,
    bin erst heute über deinen Blog gestolpert und freue mich über so viele interessante Berichte. Ich habe ein Jahr lang meine Haare fast ausschließlich mit Roggenmehl gewaschen. Ich bin immer noch begeistert, bin aber gerade in einer Phase, wo ich doch mal wieder zu silikonfreien Shampoos gegriffen habe. Mein größtes Problem war es, das Mehl aus den Haaren zu bekommen.
    Bei meinen braunen Haaren sieht man das Mehl schon sehr gut und es waren wirklich nur die Minikörnchen. Ich war gezwungen mir die Haare zu fönen um so viel wie möglich zu entfernen. Nach 1-2 Tagen ging es dann auch, aber in der Zeit sind schwarze Oberteile nicht so prickelnd. Die Waschabstände lagen bei 6-7 Tagen, die ich aber wieder reduzieren musste, weil meine Kopfhaut ansonsten sehr gejuckt hat.
    Ein Ei Shampoo hat mich ebenfalls begeistert, wenn da nicht das Eiweiß gewesen wäre, was aufgrund der Zitrone auch bei kaltem Wasser gestockt hat. Frühstück auf dem Kopf. 😀 Sobald ich eine Lösung fürs Rieseln gefunden habe, werde ich auch wieder komplett auf Roggenmehl umsteigen.
    Liebe Grüße Verena

    • Victoria sagt

      Hi Verena,
      Ich kann Dich verstehen, Roggenmehl kann manchmal fies sein :/ Ich habe vor kurzem auch die Erfahrung gemacht, als ich statt meines gewöhnlichen Vollkorn Roggenmehls von Alnatura ein anderes (bei Edeka) gekauft habe. Es ist viel mehr in den Haaren hängen geblieben als das von Alnatura. Am besten funktioniert es, sehr gut auszuwaschen, dann die Haare ohne zu kämmen etwas an der Luft trocknen lassen. Danach über der Badewanne kämmen, damit die Teilchen nicht den ganzen Boden versauen. Und nach dem kämmen gehe ich noch auf den Balkon und schüttele die Haare richtig aus (statt Fönen:)). Habe jetzt ja auch dunkle Haare und ja, man sieht ab und zu etwas. Wenn die Packung alle ist, werde ich Lavaerde wieder versuchen, die sieht man nicht.
      Als ich noch nicht Vegan war, habe ich auch eine Ei-Maske gemacht, allerdings nur mit Eigelb, Kognak, Honig und Zitrone. Sie hat auch super schöne Haare gemacht! Und ja, wichtig sie mit lauwarmem Wasser ohne Schampoo abzuwaschen.

  19. Sandra sagt

    an Mandy. Wenn du möchtest, dass die Haar gut duften anstatt nach nichts zu riechen, so kann man auch 1-3 Tropfen eines ätherischen Aromaöls (bitte nur Bio, z.B. von Primavera) hinzufügen. Es gibt verschiedene Öle, die außerdem auch wohltuend für die Haare sind. Zum Beispiel Rosmarinöl verstärkt die Kopfhautdurchblutung oder Zitronengrasöl wirkt entzündungshemmend, antiseptisch und antimykotisch, was ebenfalls bei Schuppen helfen kann. (Kommt darauf an, wodurch die Schuppen entstanden sind). Auf jeden Fall macht es einen schönen zitrusfrischen Duft in die Haare.

  20. Toller Artikel, vielen Dank!!
    Ich möchte das auch so gerne probieren, da zum einen meine Kopfhaut seit der Geburt meiner Tochter bei vielen verschiedenen Shampoos oft juckt und meine krausen Naturlocken fast gänzlich verschwunden sind 🙁 Allerdings glätte ich meine Haare nun (wegen der komischen Wellen) und frage mich, was ich dann statt des Glättungsöls verwenden kann? Kokosöl? Und wie sieht es mit Haarspray oder auch Haarschaum aus? Gibt es da Alternativen?

    Liebe Grüße
    Anna

    • Victoria sagt

      Liebe Anna,
      Roggenmehl kann Dir helfen, den Juckreiz loszuwerden und evtl. Deine Locken wiederherzustellen. Doch es ist eine langfristige Umstellung, die wochenlang dauert und viel Geduld erfordert. Wenn Silikone, die von Spülungen und Kuren kommen, nach und nach rausgewaschen werden, kann es sein, dass Die die Haare plötzlich ganz trocken und brüchig vorkommen – so sind unter der Silikonschicht geworden, weil sie keine Feuchtigkeit, natürliche Pflege und Luft bekommen haben. Darauf musst Du Dich einstellen. Aber laut vieler Lesererfahrungen geht der Juckreiz ziemlich schnell weg. Wegen Glätten mit Kokosöl habe ich nicht ausprobiert. Und falls Du unbedingt Haarspray und Schaum brauchst – nimm den weniger schädlichen z.B. von Aveda.

  21. Hallo Victoria, bin eben auf deinen Beitrag gestoßen… Ich wasche meine Haare nun schon eine ganze Weile nicht mehr mit herkömmlichen Shampoos, ich habe Roggenmehl (und auch vieles anderes) einige male ausprobiert und für mich reicht eine Spülung nur mit Zitrone (+äther. Öl). Die Haare gewöhnen sich auch daran gar nicht shampooniert zu werden, es reicht einfaches Bürsten:-) Juckende Kopfhaut kriegt man mit z.B. Salbei und Pfefferminz ganz gut reguliert… habe auf meinem Blog auch meine Erfahrungen geteilt, vielleicht ist ja die eine oder andere Inspiration für dich dabei;-)
    Alles Liebe und liebe Grüße!
    Coco
    https://simplycocolicious.health.blog

    • Victoria sagt

      Hi Coco,
      Danke für Deine Tipps. Haare nur mit Wasser zu waschen ist die nächste Stufe 🙂 Das werde ich auch machen, wenn ich irgendwo in einer natürlicheren Umgebung lebe!

  22. Vielen Dank für diesen Artikel. Seit September 2016 wasche ich mir die Haare mit Natron und Apfelessig-Wasser. Die Umstellung hat mit dieser Kombination von Kiehls auf diese natürliche Variante erstaunlicherweise sofort geklappt.
    Nun, gestern las ich diesen Artikel (wieder mal 😉 und fand, die Zeit sei gekommen für das Roggenmehl …
    Und: Herrlich, so ein tolles Waschgefühl, Sauberkeitsgefühl! Danke für die wiederholte Inspiration <3

    • Victoria sagt

      Hi Hédi, super! Freue mich, dass Du Roggenmehl ausprobiert hast. Ich finde das Ergebnis damit bis jetzt am schönsten von allen natürlichen Haarwaschmitteln.

  23. Gisela Berens sagt

    Liebe Victoria, ich habe mit sehr großem Interesse deinen Artikel gelesen. Genau wie Du, bin ich über eine geänderte Lebenseinstellung dazu gekommen, keine chemischen Shampoos mehr zu verwenden und bin dazu übergegangen meine Haare nur noch mit warmen Wasser zu waschen. Das praktiziere ich jetzt seit einem Jahr und das Haar fühlt sich wunderbar weich an. Ich kann nur jedem Leser empfehlen, auf diese chemischen Substanzen zu verzichten.

    • Victoria sagt

      Danke, Gisela, für Deine Erfahrung! Das ist unglaublich, wie einfach und günstig schönes Haar geht und das ganz ohne Chemie. Ich wünsche, dass mehr Menschen Roggenmehl für sich entdecken ♡

  24. Mona sagt

    Ich bin begeistert, … Liebe Viktoria, hab lieben Dank für das neue Haarwaschgefühl. Heute habe ich zum ersten Mal mein Haar mit Buchweizenmehl gewaschen – die Haare wirken voluminöser, die Naturlocken fallen weich und die Kopfhaut juckt auch nicht, echt toll 🙂
    Ich habe gleich meinen Freundinnen berichtet, die das jetzt auch probieren wollen.
    Auf deinen Blog bin ich gestoßen, weil ich meine grauen Haaransätze mit Pflanzenhaarfarbe färben wollte, leider gibt es da noch nicht die Alternative, aber vielleicht hat Jemand eine Idee??? Meine Naturhaarfarbe ist dunkelbraun.
    Dein Blog macht mir Freude, mach weiter so! Liebe Grüße von Mona

    • Victoria sagt

      Liebe Mona,
      es macht mich immer glücklich zu lesen, dass meine Artikel den Menschen geholfen haben. Danke für Deinen lieben Bericht! Ich würde an Deiner Stelle die Pflanzenhaarfarbe ausprobieren – einige Farben sollen die grauen Haare ja abdecken (welche, hatte ich im Artikel erwähnt). Dadurch werden sie noch voluminöser und besser fallend.
      Liebe Grüsse
      Victoria

  25. Richard Hammerer sagt

    Liebe Viktoria, Du verwendest das Roggenvolkornmehl in Bio-Qualität von Anlatura. Ich habe mir die Inhaltsstoffe angesehen… 100g enthalten ca. 60g Kohlenhydrate dafür mehr Proteine. Ich verwende ein ähnlich zusammengesetztes Vollkornmehl und zwar das Bio-Einkorn-Vollkornmehl von Spar. Ich vermute stark, dass es die Inhaltsstoffe sind, die diese Pflege so optimal machen… Ich wasche mir jetzt nur noch so die Haare und bin begeistert! Habe vieles schon probiert – auch „normales Mehl“ und nichts klappt so gut wie diese(!) Art der Haarwäsche.
    Danke vielmals für Deinen Artikel!!!
    Richard

    • Victoria sagt

      Gerne, Richard 🙂 Danke fürs Recherchieren der Inhaltsstoffe.

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