Rohkost Basics

Ernährungsplan der Urahnen: Intermittierendes Fasten. Abnehmen ohne Diät

ernährungsplan

Ich habe in meinem Leben so ziemlich alle Diäten, Ernährungsformen und Fastenarten getestet, und ich muss sagen, ich habe nun die beste, schonendste und effektivste Art der Ernährung, die Fasten und  Nahrungsaufnahme vereint, gefunden. Wobei die Ernährung bei mir natürlich rohvegan ist. Wie Du vielleicht schon weißt, bin ich absolut kein Fan von längerem Hungern, da es zu viel Stress für den Körper darstellt und den Stoffwechsel stark strapaziert. Doch ich finde auch, dass wir modernen Menschen viel zu viel und ständig essen und der Körper mehr Zeit zum Erholen und Regenerieren braucht. Somit ist diese Ernährungsform eine perfekte Lösung.

Gespannt? Ja, solltest Du sein. Ich praktiziere diese Ernährungsform ab und an, wenn ich mein regelmäßiges Leben habe und bin jedes mal erstaunt, wie genial sie funktioniert!

Sie nennt sich intermittierendes Fasten (aus dem Lateinischen intermittere = unterbrechen, aussetzen) oder Intervallfasten und stellt einen Ernährungsrhytmus dar, bei dem die Zeit in zwei klar definierte Perioden aufgeteilt ist: eine Essensperiode und eine Fastenperiode.

Die Theorie sagt, dass wenn Du mindestens 16 aus 24 Stunden fastest, und die Essensphasen beispielsweise auf 11 bis 19 Uhr oder 8 bis 16 Uhr beschränkst, dann wird Dein Körper auf die Fettreserven zugreifen und beginnt das Fett als Energiequelle zu nutzen. Das als Folge wird helfen, die allgemeine Gesundheit zu verbessern, da das überflüssige Fett Stress für den Körper darstellt.

Diese Art der Ernährung ist in der Tierwelt üblich. Auch die Menschen praktizierten intermittierendes Fasten Tausende von Jahren. Unsere Urahnen aßen nur gelegentlich, wenn das Essen verfügbar war, sie mussten ihre Nahrung erst suchen. Oft hat es sehr lange gedauert und viel Mühe gekostet, bis etwas zu essen gab. Die Menschen lebten im sogenannten ketogenen Stoffwechsel (ein Prozess, bei dem der Fettstoffwechsel aktiv ist und der Körper damit begonnen hat, Körperfett zu verstoffwechseln, um Energie für die normalen Körperfunktionen zu gewinnen). Wenn Du also genauer darüber nachdenkst, hat die Natur für uns genau diesen Zustand vorgesehen und nicht das ständige Snacken, Naschen und 6 Mahlzeiten am Tag sowie gefüllte Kühlschränke und an jeder Ecke verfügbares Fast Food.

Stoffwechsel ankurbeln

Fasten ist ebenfalls eine uralte Praktik, die in zahlreichen religiösen Traditionen auf der ganzen Welt praktiziert wird. Sie dient als Beweis des Vertrauens und der Hingabe, aber auch für die verbesserte Leistungsfähigkeit und Konzentration.

Ich habe das beste Beispiel des intermittierenden Fastens erlebt, als ich im Schweigekloster in Thailand war. Wir sollten uns während der ganzen 10 Tage des Schweige- und Meditationsretreats wie die buddhistischen Mönche ernähren: es gab Frühstück um 8 Uhr und Mittagessen um 12:30 und danach nichts mehr zu essen (nur Tee um 18 Uhr). Die buddhistischen Mönche befolgen diese Praktik die ganze Zeit – so haben sie die nötigste Energie, keine Ablenkung bei der Meditation und können sich besser fokussieren. Ich war am Anfang überhaupt nicht glücklich mit diesem Plan, doch nach 3-4 Tagen Rumquälen und heftigem Hungergefühl habe ich gemerkt, wie gut mir ein leerer Magen tut. Vielleicht war die Panik nur eine Kopfsache? Ich hatte unglaublich guten Schlaf trotz des harten Betonbettes und Holzkissen, optimale Verdauung, Leichtigkeitsgefühl, bessere Konzentration, klaren Kopf und total flachen Bauch. Als ich mich nach 10 Tagen Kloster endlich im Spiegel sah (im Kloster gab es keinen einzigen), war ich positiv überrascht: meine Haut war glatt, Augen ungewöhnlich groß und strahlend, ich war super schlank.

Zum Glück können wir auch jetzt mit etwas Enthusiasmus und Achtsamkeit die Hungerphasen, die die Natur für uns vorgesehen hat, durch intermittierendes Fasten nachahmen und in unseren Alltag integrieren.

Wir alle praktizieren bereits intermittierendes Fasten ohne es bewusst zu tun und mit dieser fancy Terminologie in Verbindung zu setzen. Nach unserer letzten Mahlzeit am Abend bis zu der ersten Mahlzeit des nächsten Tages – das ist genau die Periode des intermittiereden Fastens.

fastenkur

Wie kannst Du intermittierendes Fasten in Dein Leben integrieren?

Es gibt verschiedene Optionen des intermittierenden Fastens:

1. Die 16/8 Option

Die meisten Menschen, die intermittierendes Fasten praktizieren, essen 4-8 Stunden, was heißt, dass sie 16-20 Stunden dann keine Kalorien aufnehmen. Du kannst dabei aussuchen, ob Du Frühstück oder Abendessen ausfallen lässt, das wichtigste ist, in dem 4- bis maximal 8 Stunden Fenster zu bleiben. Wen Du beispielsweise bis 20 Uhr Dein Abendessen beendest und erst wieder um 12 Uhr am nächsten Tag isst, machst Du eine 16-stündige Fastenperiode gefolgt von einer 8-stündigen Nahrungsaufnahmephase. Diese Option passt mir persönlich am besten. Für mich ist es einfacher, das Frühstück ausfallen zu lassen. Ich habe keinen Hunger einige Stunden nach dem Aufstehen und bin mit Yoga, Meditation, Kräuter sammeln, Früchte einkaufen beschäftigt. Außerdem finde ich es schön, den Körper bei der morgendlichen Entgiftung zu unterstützen (dazu lese den Artikel über die natürlichen Körperphasen). Ich trinke viel Wasser oder Wasser mit Zitrone und genieße die Leichtigkeit. Gegen 12 Uhr esse ich dann Frühstück bzw. Mittagessen.

2. Jeden zweiten Tag fasten (Alternate Day Fasting)

Bei dieser Option isst man einen Tag ganz normal und den anderen gar nichts. So isst Du beispielsweise an einem Montag innerhalb einer Periode von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Danach fastest Du über den Dienstag bis Mittwoch 08:00 Uhr. Dann beginnt die Runde von Neuem. Somit fastest Du 36 Stunden und hast ein Zeitfenster von 12 Stunden, um idealerweise drei Mahlzeiten zu dir zu nehmen.

3. Die 5:2 Diät

Dabei isst man 5 Tage die Woche ganz normal und 2 Tage nimmt man entweder ganz wenig Kalorien (500-600 Kcal) oder gar nichts zu sich. Diese Methode ist für diejenigen geeignet, die viel Gewicht verlieren und das ungesunde übermäßige Hungergefühl bzw. emotionales Essen loswerden wollen.

Du kannst eine Option aussuchen, die am besten zum Deinem Lebensstil und Deinen Zielen passt. Es ist eigentlich egal, welchem Ansatz Du folgst, am wichtigsten ist es, dass Du diszipliniert bist und langfristig am Ball bleibst. Für Einsteiger empfiehlt sich zunächst der 16/8 Rhythmus – er lässt sich leicht in den Alltag integrieren.

Da mir die zwei letzten Optionen etwas anstrengend vorkommen und ich positive Erfahrungen mit der ersten Option gemacht habe, werde ich im Folgenden darüber schreiben.

diät

Wie kannst Du den Anfang meistern?

Starte ganz entspannt, z. B. mit einer 8-stündigen Essens- und 16-stündigen Fastenperiode. Nimm die erste Mahlzeit beispielsweise um 10 Uhr und die zweite Mahlzeit um 18 Uhr ein. Wenn Dir das Ganze Spaß macht bzw. sehr gut tut, kannst Du den gesamten Prozess intensivieren, indem Du den Zeitraum der Nahrungsaufnahme auf immer weniger Stunden pro Tag reduzierst – bis Du die beiden Mahlzeiten z. B. nur noch zwischen 12 Uhr und 16 Uhr zu Dir nimmst. Aber gut, 16/8 ist auch schon super.

Gestalte die beiden Mahlzeiten minimalistisch, gut kombiniert und basenüberschüssig, iss achtsam, kaue gründlich und trinke zwischen den Mahlzeiten nur stilles Wasser, Wasser mit Zitrone/Ingwer oder mit reichlich Wasser verdünnte frischgepresste grüne Säfte (ohne Früchte), ungesüßte Kräutertees.

Die Vorteile des intermittierenden Fastens auf einen Blick

Das intermittierende Fasten hat zahlreiche positive Effekte auf Deine physische und psychologische Gesundheit.

  • verbesserte Regeneration: durch Entlastung der Verdauung in der 16-Stunden-Phase kann sich der Körper auf die Regenerations-, Entgiftungs- und Heilungsprozesse konzentrieren. Wenn er ständig mit Verdauung beschäftigt ist, kommt er fast nie dazu.
  • jüngeres Aussehen und höhere Lebenserwartung: durch die geringere Belastung, sparsame Abnutzung und mehr Zeit für Regeneration wirkt intermittierendes Fasten verjüngend und steigert die Lebenserwartung. Besonders wenn man ab 18 Uhr oder früher die Fastenperiode anfängt, laufen die natürlichen Regenerationsprozesse nachts um ein Vielfaches besser, wenn die Verdauung ruht. Denn wenn das Verdauungshormon Insulin im Blut zirkuliert, weil man spät gegessen hat, werden die Regenerationshormone gebremst.
  • mehr Energie und höhere Leistungsfähigkeit: da der Körper nicht ständig Energie für Verdauung aufwenden muss, hat man mehr Energie für andere Sachen zur Verfügung. Davon profitierten viele Leistungssportler. Ich persönlich kenne einige, die darauf schwören und in absoluter Topform sind.
  • gesund abnehmen: die wunderbare Folge des Intervallfastens ist ein ketogener Zustand, in dem der Körper in den Fettstoffwechsel übergeht und die Fettverbrennung aktiviert. Wenn Dein Körper besser in der Nutzung des Fettes als Energiequelle wird, wird er auch besser in der Verbrennung des eingelagerten Fettes als Energie. Das ist der Grund, warum das intermittierende Fasten ein sehr wirkungsvolles Werkzeug für die Fettverbrennung sein kann. Zudem ist die Chance größer, in der begrenzten Zeit weniger Kalorien aufzunehmen. Die Fettverbrennung und Gewichtsabnahme beim intermittierenden Fasten verläuft natürlich,  nachhaltig und gesund.
  • stabiler Blutzucker: das intermittiernde Fasten verbessert die Glukoseaufnahme und führt zu den  verminderten Blutzucker- und Insulinwerten. Die Fettreserven werden nicht mehr so schnell gefüllt und man ist weniger anfällig für Diabetes, Hormonstörungen, Depressionen und viele andere unangenehme Erscheinungen.
  • Verbesserung des Blutdrucks: das intermittierende Fasten wirkt blutdrucksenkend.
  • mentale Stärke: durch die Entlastung des Verdauungstraktes wird man klarer im Kopf, fokussierter, kreativer und auch positiver (Erinnerst Du an das Beispiel mit den Mönchen?)
  • mehr Achtsamkeit: Du lernst, auf den Körper zu hören sowie Heißhungerattacken und emotionales Essen zu kontrollieren.
  • weniger Mahlzeiten: längere Fastenperioden bedeuten eine Mahlzeit am Tag weniger. So sparst Du viel Zeit und Geld.

schnell abnehmen

Wie solltest Du intermittierendes Fasten nicht machen

1. Es ist absolut nicht empfehlenswert und auch nicht sinnvoll, das intermittierende Fasten zu praktizieren, wenn Du Junk Food, Weißmehlprodukte, Süssigkeiten, tierische und verarbeitete Nahrung isst. Dafür ist es ein guter Grund, Deine Ernährung umzustellen. Innerhalb der 6-8 Stunden müssen alle leeren Kalorien und Müllverursacher wie Zucker, Weißmehl, ungesunde Fette und Tierprodukte eliminiert werden. Stattdessen iss Dich satt mit leckeren Gemüsegerichten, Grünen Salaten und Kräutern, regionalen Früchten, Sprossen, Algen, Nüssen und Samen.

2. Sehr ungesund ist, sich während der Essensphase vollzuschlagen oder ständig zu essen, auch wenn man keinen Hunger hat. Das überlastet den Körper enorm und schädigt die Gesundheit. So wird es auch mit der Gewichtsabnahme nichts.

3. Ausnahmen ab und zu sind okay, aber zu viele Ausnahmen (z.B. Essen während der Fastenphasen, Fast Food, Weißmehlprodukte, Zucker) solltest Du nicht machen, denn Dein Körper fällt schnell aus dem Rhythmus wieder raus, und der Momentum wird ausbleiben.

Wie hältst Du den Hunger aus?

Die am meisten abschreckende Sache stellt für viele Menschen das Hungergefühl während der Fastenphase dar. Am schwierigsten wird es für diejenigen, die vorher Junk Food, Süßigkeiten und andere süchtig machende Nahrung gegessen haben, sein. Denn es kann am Anfang zu Entzugserscheinungen und Heißhungerattacken kommen. Doch wenn Du stark und diszipliniert bleibst, lernst Du, mit dem Hungergefühl besser umzugehen und keine Panik davor zu haben. Außerdem lernst Du, Hunger von Appetit zu unterscheiden und auf Deinen Körper zu hören. Wenn ich Hunger während der Fastenperiode hatte, hat es mir geholfen zu denken, dass der Körper nun endlich Zeit hat, sich zu reinigen und das Fett zu verbrennen. Bei den Panikattacken ist es sehr hilfreich zu realisieren, dass Dein Körper genug Reserven hat (z.B. in Form von Körperfett, die Du vielleicht sogar gerne loswerden möchtest), um diese 16 Stunden zu überstehen.

Trinken hilft auch sehr. Besonders Wasser mit Zitrone und Ingwer kann gut das Hungergefühl löschen.

Fazit

Intermittierendes Fasten hat sehr viele gesundheitliche, zeitliche sowie finanzielle Vorteile. Alles, was es braucht, ist, die Hungerbarriere zu überwinden. Wenn Du achtsam handelst, kann intermittierendes Fasten eine erstaunlich einfache und effektive Strategie sein, Dein Energieniveau, kognitive Performance und Gewichtsabnahme auf ein neues Level zu bringen. Wichtig dabei sind das Durchhaltevermögen und die Langfristigkeit. Setze Dir am besten kurzfristige und langfristige Ziele und richte deine Ernährung danach ein. Das intermittierende Fasten lohnt sich auf jeden Fall. Probiere es aus und teile mir in einem Kommentar mit, wie es bei Dir geklappt hat!

Weiterleitende Literatur:

Victoria RustP.S. Möchtest Du über natürliche Pflege ohne Chemie erfahren? Dann hole Dir mein brandneues eBook SCHÖNHEIT BRAUCHT KEINE ZUSÄTZE und schaffe den einfachen Übergang zur günstigen und chemiefreien Pflege! Jetzt auch als Taschenbuch bei Amazon verfügbar.

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Beitragsfoto: © Depositphotos.com/@ karandaev

19 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel. Lustig auch, da bei mir auch der „to-write-liste“ als nächstes auch mit das Thema intermittierendes Fasten steht.

    Ich mache das jetzt schon eine ganze weile. und so wie du. Frühstück brauch ich nicht, war früher schon so, aber da meine Mutter damals immer meinte „Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.“ hab ich es mir runter gequält. Hätte ich mal lieber auf mein Körpergefühl gehört.

    Ich stehe morgens zwischen 4 und halb 5 auf und trinke ab da viel (meist heißes) Wasser und ab 10 uhr dann auch (meist grünen) Saft. Frühestens um 12 uhr esse ich dann was, zb. eine Banane oder Mango oder kleinen gemischten Obstsalat mit grün, manchmal fällt aber auch das weg und ich esse erst gegen 13:30 , wenn die kinder nach hause kommen, für mich gibt es dann etwas leckeres roh-veganes.

    Abends esse ich dann mit den kids so zwischen 18 und 19 Uhr (Rohkost-Gemüse-Teller oder Salat oder Rohkost-Brot mit fermentiertem Nuss-Käse oder ähnlichem)

    Mir tut diese Ernährungsart sehr gut. Und überhaupt tut es mir sehr gut auf meinen Körper zu hören. Was bedeutet das es auch mal sein kann das ich ein Teller gekochte Gemüse-Suppe mit esse oder auch mal morgens um 9 schon ein Obstsalat …. damit fahre ich auch ganz gut.

    Ganz liebe Grüße und Danke für den Artikel

    Jen

    • Victoria sagt

      Hi Jen,
      Das Thema ist gerade sehr populär, weil das intermittierende Fasten einfach das wahre ist und super funktioniert! Danke fürs Teilen Deiner Routine, das ist immer spannend für mich (und die anderen sicher auch) zu lesen! Du machst das perfekt! Auf den eigenen Körper zu hören ist das beste, was man tun kann. Das kann man jedoch nur machen, wenn der Körper schon ziemlich clean ist und die richtigen Signale sendet. Wenn er noch voller Gifte von jahrelanger fleisch-, milch-, guten- und zuckerlastiger Ernährung ist, kann sein, dass er nach diesen Sachen verlangt. Das sind jedoch nur Entzugserscheinungen.
      Ich hätte auch gerne so eine Routine wie Du 🙂 Um 4 oder 5 aufzustehen ist meine Traum, bis jetzt habe ich das nur im Kloster geschafft…

  2. Mascha sagt

    Hört sich super an!
    Machst du dann jeden Tag die 16/8-Option ?
    Ich werde es auch versuchen, allerdings eher mit dem Abendessen..tagsüber werde ich das höchstwahrscheinlich nicht einbauen können durch die Arbeit. Wenn ich morgens zu wenig/garnichts frühstücke..kann ich mich schlechter konzentrieren und bin unmotivierter. Hast du persönlich noch etwas damit abgenommen? Bei mir sind es irgendwie die letzten Fettreserven, die mich noch stören.. an sich hab ich sonst gut Muskelmasse aufgebaut und ich erahne sie schon..zu sehen ist leider mehr Fett 😀 evtl hast du da noch einen Tipp für mich.
    Ich esse sonst eigentlich zwei Mahlzeiten komplett roh vegan und eine (meistens abends) gekocht.. z.B. Kartoffeln, Reis, Wraps, Vollkornnudeln, Brote

    Liebe Grüße,

    Mascha:)

    • Victoria sagt

      Liebe Mascha,
      Ja, ich mache meistens die 16/8 Option. Den ganzen Tag zu fasten begeistert mich irgendwie nicht, das haut mich irgendwie aus dem gewöhnlichen Rhythmus raus und schafft etwas psychischen Stress. Aber 16/8 ist richtig angenehm und knackig 😉
      Jeder Mensch ist verschieden. Wenn Du lieber früher anfängst zu essen und früher aufhörst, das ist auch super! Mir tut so ein Rhythmus sogar viel besser, aber ich möchte im Moment auf das Abendessen nicht verzichten 🙂 Es fällt mir irgendwie leichter, das Frühstück ausfallen zu lassen.
      Wegen Abnehmen: ich habe tatsächlich gemerkt, dass je früher am Abend ich aufhöre zu essen, desto besser läuft das Abnehmen. Ich habe selbst noch ein paar Kilos drauf, die ich loswerden möchte (hauptsächlich habe ich sie wegen gelegentlichem emotionalem Essen, an dem ich noch arbeite, da bzw. wegen zu viel Obst zur Zeit in Thailand). Eine gute Strategie zum Abnehmen ist, am Abend keine Früchte bzw. Kohlenhydrate zu essen und die Nahrung gut zu kombinieren, d.h. alles was Du am Abend isst, ist nicht so optimal zum Abnehmen 🙂 Da würden mehr Gemüse, Bohnen, Sprossen, Algen, Salate passen.
      Liebe Grüsse
      Victoria

    • Victoria sagt

      Hi, an der rechten Seitenleiste unter dem eBook 🙂

      • Kann man auch länger als 16 Stunden fasten?

        Ich würde gerne mal 1-2 Wochen die 16/8 probieren allerdings in einer anderen Zeitspanne.

        Frühstück Obst 06:30 Uhr
        Mittagessen Gemüse 12:30 Uhr

        Danach 18 Stunden nichts

        Was meinst du zu dieser Variante?

        • Victoria sagt

          Die Variante erinnert mich an die Ernährung der buddhistischen Mönche – die essen auch nach dem Mittag nichts. Wenn Du Dich mit 18/6 wohl fühlst und das in Dein Lebensstil passt, dann ist es sogar noch besser als 16/8! Dann hat der Körper nämlich noch mehr Zeit zum Erholen, Reinigen und Regenerieren.

          • Ob ich mich wohlfühlen damit kann ich noch nicht sagen. Ich werde am WE damit beginnen, dann sehen wir weiter. Ich denke die ersten 2 – 3 Tage werden bestimmt nicht einfach abends 😉

  3. So, seit Sonntag mache ich 18/6 bzw heute war es 16/8 und fühle mich pudelwohl. Am Anfang war klar abends das Hungergefühl da, aber aktuell nicht mehr. Heute war ich zum ersten mal abends wieder auf meinen Trails unterwegs und ich hätte normalerweise erwartet etwas kraftlos zu sein. Das wäre bei normaler Ernährung wo das Mittagessen die letze Mahlzeit war der Fall. Allerdings fühlte ich mich heute auch ohne Abendessen beim Laufen voller Energie und war richtig schnell unterwegs.

    Scheint das 18/6 dem Körper echt gut tut. 🙂 Und nebenbei scheint auch bisschen Fett und Gewicht flöten gegangen zu sein 🙂

  4. Ines Bakker-Bents sagt

    Toller Beitrag 🙂 Ich finde die Optionen manchmal eher schwierig im Alltag, also sich langfristig daran zu halten. Allerdings faste ich einmal die Woche und das allein tut mir schon unheimlich gut, außerdem achte ich darauf nicht zu spät abends zu essen und nicht zu früh morgens.

    • Victoria sagt

      Das stimmt, Ines. Manchmal ist es ziemlich umständlich. Einen Tag die Woche zu fasten finde ich richtig super! Das schaffe ich z.B. nicht 🙂 Nicht zu spät abends und nicht zu früh morgens zu essen ist das beste für den Körper, das ist eigentlich meistens das intermittierende Fasten.

  5. Pingback: Wie wichtig ist Dir Dein Frühstück › Fuchsmunter !

  6. Manfred Eberl sagt

    Hallo 🙂
    Also mein Körper ist bestimmt alles anders als clean, denn ich gehöre zu der Kategorie von Männern welche sehr viel, und wirklich recht falsch das bisherige Leben lang gegessen haben.
    Ich bin 46 und wohl irgendwie einigermaßen gesund geblieben, weil ich seit meinem 10 Lebensjahr durchgehend viel Sport gemacht habe.
    Irgendwie spüre ich jetzt, dass der Zeitpunkt gekommen ist, mich mit meiner Ernährung zu beschäftigen.
    Seit mittlerweile 4 Tagen praktiziere ich die 16/8 Methode und na ja, was soll ich sagen, es ist echt hart für mich, aber ich möchte dran bleiben 🙂
    Deine Seite hat mich – von allem was ich bisher darüber gelesen habe (und das war einiges) – am allermeisten inspiriert und ich danke dir dafür!!
    Ich hoffe, ich finde die Kraft und die Energie meinen Selbstversuch so lange durchzuhalten, bis ich sagen kann, ob diese Methode für mich etwas ist :-)?
    Alles Liebe
    Manfred

    • Victoria sagt

      Lieber Manfred,
      freut mich, dass Du etwas Gutes für Deinen Körper tun und ihm tägliche Entspannung und Zeit zur Reinigung gönnen möchtest! Dass es am Anfang hart ist, kann ich mir gut vorstellen. Besonders wenn Du gewöhnt bist zu essen, wenn Du Lust hast. Es ist eine Gewöhnungs- und Kopfsache, und ja, Du brauchst etwas Zeit, um Dich auf diesen Rhythmus einzustellen. Bei mir funktioniert es mittlerweile, weil ich weiss, dass wenn ich auf leeren Magen ins Bett gehe, dann viel besser schlafe und ohne geschwollenes Gesicht und riesigen Tränensäcken aufwache. Das ist eine sehr gute Motivation 😉 Und falls ich doch spät was esse, fühle ich mich sehr schwer und unausgeschlafen am nächsten Morgen. Wünsche Dir viel Erfolg bei diesem Selbstversuch und freue mich zu erfahren, wie es klappt!

  7. Klaus sagt

    Hallo Victoria 🙂
    Ich faste seit einigen Wochen nach „Eat Stop Eat“ also 24 Stunden Fasten – 24 Stunden Essen. Es klappt wunderbar. Das Fasten macht mir seit dem ersten Tag gar keine Probleme. Die 24 Stunden halte ich erstaunlicherweise locker durch.
    Deine Meinung würde mich sehr interessieren…
    1. Macht es einen Sinn 3 Tage in der Woche zu fasten (statt 2) oder ist das schon übertrieben und kontraproduktiv?
    2. Wenn ich z.B. ein ganzes Jahr 2 (oder 3) Tage in der Woche faste und danach auf 1 Tag in der Woche reduziere, hat das keine Umkehrwirkung? Fängt man da nicht wieder zuzunehmen? Worauf muss man da achten? Vorausgesetzt man ernährt sich weiterhin unverändert gesund. 🙂
    Danke!
    Schöne Grüße
    Klaus

    • Victoria sagt

      Hallo Klaus,
      1. Na klar mehr fasten / mehr Ruhe für den Körper macht immer Sinn, vorausgesetzt man isst nicht doppelt so viel dann einfach am nächsten Tag.
      Das heißt wenn du 24 Stunden fastest, aber danach 24 Stunden trotzdem so viel isst wie an 2 Tagen dann hat es nicht viel Effekt.
      2. Nein Umkehrwirkungen hat Fasten nie, außer wie du sagtest wenn man dann sich wieder ungesund ernährt. Also solange man sich konstant täglich gesund ernährt hat fasten immer nur Vorteile. Also wichtiger ist immer, dass man sich täglich gesund ernährt und das Fasten ist nur ein Bonus so zu sagen, um dem Körper noch mehr Zeit zugeben zu Entgiften und das Essen zu verarbeiten. Ich würde eher bevorzugen täglich nur 1-2 Mahlzeiten zu Essen und dem Körper 16-20 Stunden Zeit zu geben ohne Nahrung. Intermittent Fasting ist eine super Sache und für wirklich tiefe Heilung macht langes Wasserfesten viel Sinn in Retreats z.B. für 30 Tage.
      Liebe Grüsse und viel Erfolg!
      Victoria

      • Klaus sagt

        Hallo Victoria,
        vielen für Deine Antwort! 🙂
        Seit über einem Jahr habe ich (54) meine Ernährung umgestaltet und konnte dadurch 16 kg abnehmen und auch die Cholesterinwerte erheblich korrigieren. Da ich aber weiterhin Probleme mit den Triglyceriden habe, kam die Idee mit dem Fasten, Haferflocken usw. Meine Frau macht solidarisch auch mit. 🙂 Das möchten wir aber grundsätzlich als feste Ernährung fortführen. Leider können wir ein warmes Essen erst abends (18-19 Uhr) vorbereiten.
        Wir essen KEIN: Brot, Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel, Butter/Margarine, Zucker (außer in den Früchten),. Trinken keine Milch, kein Alkohol.

        Meine Ernährung an einem Esstag sieht momentan so aus…
        Frühstück:
        Tee (z.B. grüner Tee)
        dann später (aber nicht immer)
        2 Knäckebrote mit z.B. Avocado, Lachs, Käse.

        Mittag:
        ca. 40-50g Haferflocken (Bio, Vollkorn und geschrotet), dazu (TL bzw. EL) Chia Samen, Leinsamen, Goji Beeren, Indische Flohsamen, 2-3 Wallnüsse, ein paar Cranberries. Dazu Soja- oder Hafermilch bzw. auch Drink genannt.

        Nachmittag:
        1 Apfel, 1 Kiwi, 1/2 Banane, 1 Möhre mit 1 EL Bio-Leinöl

        Abends:
        z.B. Stück Fisch + Gemüsesalat

        Ist zwar viel geschrieben, in der tatsächlichen Menge sieht es aber ziemlich minimalistisch aus. 🙂

        dann 24 Std. Fasten…

        Viele liebe Grüße
        Klaus

        • Victoria sagt

          Danke fürs Teilen, Klaus.
          Es sieht wirklich minimalistisch aus. Fisch und Käse sind leider nicht gesundheitsfördernd, doch Du hast schon eine riesige Menge an tierischen und toxischen Produkten wie Weißmehl und Zucker weggelassen, das ist super! Wenn Du gut damit fährst und glücklich bist, dann ist das eine gute Orientierung. Der Körper ist sicherlich dankbar für die Erholungsphasen.

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