Rohkost Basics

Wie ich mein Trinkwasser zubereite

destilliertes Wasser trinken

Nach meinem beliebten Artikel über die Kraft des Wassers habe ich Dir versprochen darüber zu schreiben, wie ich das Wasser physisch zubereite, d.h. reinige. Es ist ein ziemlich komplexer Prozess. Mir ist sauberes Wasser den Aufwand jedoch wert und Du kannst am Ende des Artikels entscheiden, ob Du dieser Methode folgen möchtest.

Reines lebendiges Wasser ist der wichtigste Baustein Deines Körpers und die Grundlage des Lebens. Davon sollte man bei allen Überlegungen zum Thema Gesundheit, Energie, Schönheit und Langlebigkeit ausgehen. Doch die Ermahnung, genug Wasser zu trinken, ist schon so abgenutzt, dass sie erwähnt und sofort vergessen wird. Das Paradoxon besteht darin, dass die Leute über diese wichtige Lebenskomponente nicht viel wissen und sich auch nicht darum kümmern.

Fangen wir damit an, dass wir Wasser trinken, damit sich unser Körper reinigen kann. Jedes Essen, besonders gekochtes und industriell verarbeitetes, verschmutzt den Organismus. Dabei zählen alle anderen Getränke als Wasser nicht. Du wäschst Dein Geschirr oder Deine Wäsche auch nicht mit Saft oder Tee!?

Einige Rohköstler behaupten stolz, dass sie kein Wasser zu trinken brauchen, da sie ausreichend Wasser aus frischem Obst und Gemüse bekämen. Vielleicht war das in Urzeiten einmal so, doch heute hat sich vieles geändert: Über die Haut entledigt sich der Körper mithilfe von Wasser von toxischen Stoffen, die sich in der Umwelt (inklusive Pflanzen) befinden. Deswegen sollst Du das Wasser genau so bewusst trinken, wie Du zu Hause aufräumst.

Viele von euch trinken schon fleißig 2l Wasser am Tag. Doch wie steht es um die Qualität des Wassers?

Bei der Auswahl des Trinkwasser ist es von entscheidender Bedeutung, welche Qualität das Wasser besitzt! Dabei spielt nicht nur die biochemische (chemische Reinheit), sondern auch die biophysikalische Komponente (energetische Reinheit) eine große Rolle. Die Filterung der Schadstoffe allein ist nur die halbe Miete, denn Wasser speichert Informationen!

Betrachten wir erstmal die chemische Komponente.

Die Erde ist ein Wasserplanet – ihre Oberfläche ist zu 70% mit Wasser bedeckt. Davon sind nur 3% Süßwasser, das als Trinkwasser dienen kann. Im Rahmen des natürlichen Wasserkreislaufs steigt Wasser aus den Gewässern in Form von Dampf in die Atmosphäre. In kühleren Schichten wird es kondensiert und fällt als Niederschlag auf die Erdoberfläche. Regenwasser ist das ideale und sauberste, das es, für uns zu trinken, gibt.

Wasser rawexotic

Doch der Mensch hat durch seine Handlungen reichlich Schmutz auf der Erde verbreitet: Zu jedem Zeitpunkt wird etwas produziert, verbrannt, mit radioaktiven und chemischen Substanzen hantiert, Müll geschaffen, Industrieabfälle ins Meer und die Flüsse gekippt und Böden gedüngt… Überall, wo man hinschaut, sieht man Umweltverschmutzung. Und weil der Wasserkreislauf in der verschmutzten Natur stattfindet, ist auch das Wasser verschmutzt, das wir als Trinkwasser dem Kreislauf entnehmen. Beim Wasserkreislauf nimmt das Wasser Kohlendioxid, Ammoniak und andere lösliche Gase auf. Zwar reinigt die Atmosphäre das Wasser von Staubteilchen und Verunreinigungen, doch diese Bestandteile des Wassers führen dazu, dass es sauer wird. Dazu wird ein großer Teil des Grundwassers durch Überdüngung verunreinigt, vor allem mit Nitrat aus der Gülle der Massentierhaltung. Die Selbstreinigungskraft des Wasserkreislaufes ist durch die vielen Abfälle der Metall-, chemischen, pharmazeutischen sowie der landwirtschaftlichen Industrie völlig überlastet.

Und jetzt die eigentliche Frage: Welches Wasser ist das beste zum Trinken?

Leitungswasser?

Leitungswasser ist alles andere als optimal zum Trinken. Es ist rein technisches Wasser. Damit kann man das Auto, den Fußboden und die Toilette reinigen, aber trinken solltest Du es nicht. Besonders wenn es chloriert ist. Auf gar keinen Fall solltest Du das Leitungswasser direkt aus dem Wasserhahn kochen. Beim Kochen geht Chlor in noch giftigere Verbindungen über. Wenn es schon nicht anders geht, sollte man das Leitungswasser mindestens 24 Stunden stehen lassen, bevor man es kocht, damit sich der Großteil der Chemikalien am Boden absetzt.

Die Süddeutsche Zeitung nannte das Leitungswasser “Die Apotheke im Wasserhahn” (16.06.1998), da hunderte Arzneistoffe hochkonzentriert in Zu- und Abläufen von Kläranlagen gefunden wurden. Dazu kommen noch Blei, Kupfer und Eisen aus den Rohrleitungen, Schwermetalle aus Armaturen, Asbestrückstände, Pestizide, Fungizide, Phosphate, Düngemittel aus Landwirtschaft, Chlor, Antibiotika aus Massentierhaltung und die Hormone der Antibabypillen.

Im Leitungswasser können bis zu 1.700 derzeit bekannte Stoffe vorkommen. Die gesetzlich vorgeschriebene Trinkwasserverordnung schreibt die Kontrolle von 33 Stoffen vor. 1.700 minus 33 = Anzahl der nicht kontrollierten Stoffe im Leitungswasserwasser!
Versteh mich nicht falsch: Die deutschen Wasserwerke leisten eine enorm wichtige und sehr gute Arbeit, aber sie können das Wasser nicht auf alles untersuchen und auch nicht jeden denkbaren Schadstoff herausfiltern, vor allem wenn täglich neue hinzukommen.

Plastikflaschen

Wasser in Plastikflaschen ist auch wenig vertrauenerweckend. Laut den neusten Untersuchungen haben Forscher der Universität Frankfurt in Wasserflaschen aus Plastik hormonähnliche Stoffe wie das weibliche Sexualhormon Östrogen gefunden.

Plastikflasche WasserEs besteht ebenfalls der Verdacht, dass Stoffe wie Weichmacher, die im verwendeten Kunststoff der Flaschen enthalten sind, teilweise ins Wasser übergehen. Die Östrogen-Belastung in Wasser aus PET-Flaschen ist deutlich höher als in Wasser aus Glasflaschen.

Es gibt eine Menge Wasserfilter auf dem Markt, doch das Problem bei Filtern ist, dass sie viele Substanzen wie Schwermetalle, Radionuklide usw. nicht filtern. Außerdem ist die chemische Verschmutzung nicht das Wichtigste. Nicht weniger großen Schaden schafft die Informationsverschmutzung. Wasser aus einem Bergbach trägt lebendige Information der lebendigen Natur in sich. Und womit ist Leitungswasser angereichert? Stell Dir vor, wie viel Information es aus den Umweltverschmutzungen aufgenommen hat, nachdem es das industrielle Reinigungssystem, die diversen unterirdischen Röhren, die Keller und vieles mehr passiert hat. Die ganze Negativität einer Großstadt wird auf das saubere Wasser wie auf ein Magnetband aufgenommen. Und Du bist bereit, Dich damit zu tränken? Keine Filter werden in diesem Fall helfen.

Wie soll krankes, mit Industriegiften und zerstörerischen Informationen verseuchtes Wasser, Lebewesen gesund erhalten, die zu drei Vierteln aus Wasser bestehen?

Meiner Meinung nach ist der einzige sichere und gründliche Weg der Wasserreinigung in einer Großstadt zu destillieren.

Aber ist destilliertes Wasser nicht für technische Zwecke bestimmt? Es entzieht dem Körper Mineralstoffe oder ist gar tödlich, denn es enthält keine Salze, die der Körper braucht.
In Wirklichkeit sind die im Wasser enthaltenen Salze anorganisch und werden vom Körper nicht absorbiert. Nur die organischen Mikro- und Makroelemente, die in frischen (ungekochten!) Pflanzen, Obst und Gemüse enthalten sind, können im Organismus aufgenommen werden. Pflanzen, im Vergleich zu uns, können die anorganischen Stoffe nicht nur akkumulieren, sondern diese in eine Form verarbeiten, die für Lebewesen geeignet ist. Tote Mineralstoffe unterscheiden sich von lebendigen, organischen auf Quantenniveau. Anorganische Salze haben nichts im Körper zu suchen und werden teilweise ausgeleitet, aber nicht ganz – der Körper ist nicht in der Lage diese Stoffe vollständig auszuleiten und verteilt sie in den Organen und die Blutgefäßwände.

1. Stufe: Destillierer

Ein Destilliergerät bedeutet Unabhängigkeit für mich, denn es befreit mich von allen Nachteilen, die dem Körper durch Leitungswasser und Plastikflaschen mit allen möglichen Schadstoffen, Medikamenten (u.a. Pille und Hormonpräparate), Weichmachern, anorganischen Salzen und auch negativen Informationen entstehen.

Ein Destilliergerät reinigt Leitungswasser effektiv nach dem Vorbild der Natur: die Reinigung  funktioniert nach dem Prinzip von Verdunstung und Niederschlag. Das Leitungswasser wird durch Verdampfen gereinigt und in einem Auffangbehälter gesammelt. Mit dieser Form der Wasserreinigung gewinne ich Trinkwasser der reinsten Qualität. Wenn Du nach einem Destilliervorgang in das Gerät reinschaust, wird Dir schlecht davon, wie viel Kalk und gruselige Rückstände da nach dem Verdampfen übriggeblieben sind, die andernfalls in Deinem Körper gelandet wären.

Destilliertes Wasser trinken

Allerdings ist ein Destilliergerät nicht die günstigste Angelegenheit. Wenn Du jedoch genauer überlegst und nachrechnest, kostet es nicht die Welt. Ich habe für mein Gerät um die 200 Euro bezahlt und erfreue mich schon über 5 Jahre daran. Wenn ich jeden Tag 2 Liter Wasser brauche und es in Glasflaschen kaufen müsste, hat es sich schon nach weniger als einem Jahr rentiert. Ich habe ein Gerät von Waterwise, den gibt es aber nicht mehr im Verkauf. Falls Du Interesse hast, kannst Du Dir dieses und dieses Gerät anschauen, sie sind meinem sehr ähnlich.

2. Stufe: Steine

Nach dem Destillieren ist das Wasser noch längst nicht fertig. Zuerst lasse ich es in einem Glasgefäß im Sonnenlicht ein paar Stunden stehen und aktiviere es anschließend mit Silizium und Schungit-Steinen. Die Aktivierung dauert 1-3 Tage.
Schungit und Silizium sind einzigartige Elemente. Sie strukturieren das Wasser und helfen dem Körper, sich zu reinigen. Auch wenn Du Dir ein Destilliergerät im Moment nicht leisten kannst oder willst, kannst Du Leitungswasser im Gefäß mit diesen Steinen ein Tag stehen lassen und trinken. Die abgesetzte untere Schicht dabei auslassen und weggießen. Schon allein das ändert viel an Deiner Wasserqualität.

Schungit ist ein sehr mächtiger Stein, seine Wirkung auf den Organismus ist unglaublich stark. Es heißt, er heilt, lindert Schmerzen, verjüngt und neutralisiert die schädliche Wirkung von Strahlungen.

Eine besondere Kraft verleihen dem Schungit die hochgradig symmetrischen Molekülverbindungen der Fullerene. Sie sind eine einmalige Form des Kohlenstoffs, die in der natürlichem Form auf der Erde nur in Schungit vorkommen. Fulleren verbrennt die freien Radikale, ohne sich dabei zu verändern und säubert den Körper. Damit ist Fulleren das stärkste Antioxidans, das sowohl auf der Zell- als auch auf der Körperebene die Oxidationsprozesse inaktiviert.

Zubereitung: Lege in eine Kanne (am besten in eine Glaskanne) 100 g Schungit-Steinchen und gieße sie mit 1,5 l gefiltertes Wasser über. Nach 2  Tagen kannst Du das strukturierte Schungit-Wasser trinken.

Ich habe meine Schungit Steine aus Sibirien mitgebracht. Falls Du welche brauchst, gibt es sie z.B. hier.

Leitungswasser trinken

3. Stufe: Ionisierer

Die letzte Stufe meiner Wasseraufbereitung ist das Ionisieren. Über das Ionisieren von Wasser gibt es verschiedene polarisierende Meinungen. Das Ionisieren erzeugt alkalisches Wasser, das dem Übersäuern des Körpers durch Lebensmittel, Umweltgifte und andere säurebildende Faktoren entgegenwirken soll. Wie alles andere, soll das alkalische Wasser in Maßen getrunken werden. Ich trinke es nicht immer, versuche es jedoch in regelmäßigen Abständen, bevorzugt einmal am Tag (morgens), wenn ich zu Hause bin. Rein intuitiv gefühlt tut mir dieses Wasser gut: ich bin wach, energiegeladen und lebendiger. Außerdem schmeckt es sehr gut. Ansonsten trinke ich das mit Schungit strukturierte Wasser oder mache ein paar Tropfen Zitrone rein.
Wozu das Ionisieren? Leitungs-, Mineral- und auch destilliertes Wasser ist kein belebtes Wasser. Laut vieler Rohkost-Experten  gibt ein Ionisator dem Wasser Struktur, macht es basisch und lädt es mit Sauerstoff ionisch auf, so dass es zusätzliche Elektronen enthält.

Wasserionisierer funktionieren nach dem Prinzip der Elektrolyse. Dabei wird ein Paar entgegengesetzt geladener Elektroden verwendet. Die von Natur aus im Wasser vorkommenden positiven Ionen werden vom elektrischen Strom von der mit dem Minuspol verbundenen Elektrode angezogen. Dort nehmen sie negativ geladene Elektronen auf. Die negativen Ionen werden von der mit dem Pluspol verbundenen Elektrode angezogen und geben Elektronen ab, wodurch das pH-Niveau sinkt. 50 Prozent des Wassers wird am Ende zu Säurewasser. Es wirkt desinfizierend und kann zum Obst- und Gemüsewaschen und Putzen verwendet werden.

Bei der anderen Hälfte des Wassers entsteht ein Überschuss an Elektronen, wodurch ein negatives Oxidations-Reduktions-Potenzial (ORP) erreicht wird. Antioxidantien weisen einen negativen ORP-Wert auf. Ionisiertes Wasser hat einen hohen negativen ORP-Wert und ist somit ein sehr wirksames Antioxidans und bindet freie Radikale im Körper.

Update: da viele Leser nachgefragt haben: Ich habe einen ähnlichen wie diesen Wasserionisierter.

Nutze unterwegs Glasflaschen

Um sicher zu gehen, kein mit Weichmachern belastetes Wasser zu trinken, kaufe ich unterwegs, wo es geht Wasser in Glasflaschen. Die gemessenen Werte der hormonähnlichen Substanzen sind dort laut der Studie der Universität Frankfurt nur etwa halb so hoch wie in Plastikflaschen. Es ist teurer und schwerer, Glasflaschen zu schleppen. Doch wie schon gesagt, für mich lohnt sich der Aufwand und meine Intuition sagt mir, dass es die richtige Wahl ist.
Wenn Du lieber eine Plastikflasche verwenden möchtest, weil sie unterwegs praktischer ist, achte darauf, diese nicht zu warm, vor allem nicht in der Sonne zu lagern, denn durch UV-Strahlung und Wärme können sich noch mehr Stoffe aus dem Plastik lösen und in das Wasser gelangen.
Fürs Fitnessstudio denke eventuell über den Kauf einer BPA-freien Trinkflasche nach: Es gibt mittlerweile kunstvolle Mehrweg-Plastikflaschen ohne BPA oder Trinkflaschen aus Glas, die sich sehr gut zum Wiederbefüllen mit selbst zubereitetem Wasser eignen.
Ein paar Edel-Schungit-Steinchen in die Flasche zu legen, hilft auch schon viel.

Wenn Du weitergehen möchtest und die Kraft des Wassers auf Informationsebene nutzen möchtest, dann lese diesen Artikel von mir: die Kraft des Wassers – wie Wasser Informationen speichert und Dich heilt.

Victoria

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Quellen:

Bilderquellen:

© Depositphotos.com/silverjohn

7 Kommentare

  1. hjlahann sagt

    Hallo Victoria,
    Danke für den hilfreichen Artikel, der gerade sehr passend kommt, da ich mich auf meinem Blog auch gerade mit dem Wasser beschäftigt habe,
    Liebe Grüße
    Hans-Jürgen

    • Victoria sagt

      Hey Hans-Jürgen,
      das freut mich sehr, dass Du Dich mit Wasser beschäftigst. Bin gespannt, was Du über das Wasser berichten möchtest!

  2. sojusnik sagt

    Hallo Victoria!

    Kannst du ein paar Tipps geben wie man „richtiges“ Schungit erkennt und wo man im Internet Silizium (кремний?) Steine kaufen kann?

    Liebe Grüße,

    sojusnik

  3. enemene sagt

    Hallo Victoria, habe mir jetzt Silizium-Steine besorgt 🙂 Legst du die dann einfach zusammen mit dem Schungit für 2 Tage ins Wasser? Und lädst du die Steine hinterher auch wieder auf?
    Liebe Grüße, Verena

    • Victoria sagt

      Hi Verena, ja ich habe verschiedene Steine zusammen in einem Glas. Das Aufladen habe ich noch nie gemacht. Sollte mich schon informieren, wie das geht, meine Steine nutze ich schon eine ganze Weile…

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