Rohkost Basics

Die Wahrheit über die Rohkost Ernährung

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Der Monat Juni, den ich dieses Jahr in Chiang Mai in Thailand verbracht habe, war für mich sehr positiv und zugleich verwirrend bezüglich der Ernährung. Chiang Mai ist bekannt für seine Community und die außergewöhnlichen Leute, die dort monatelang leben oder auch nur ein paar Wochen verbringen: Veganer, digitale Nomaden, Yogis, Bikerider und natürlich auch Rohköstler aus der ganzen Welt. Ich habe viele von ihnen kennengelernt und beeindruckende, erleuchtende und teilweise unglaubliche Geschichten gehört. Ein Hauptthema war die Ernährung: welche Früchte, wie viel Fett, Fasten oder nicht, welches Wasser? Wie lange schon? Welche Veränderungen erfährt der Körper, das Bewusstsein? Das war alles so spannend! Erstaunlicherweise gab es jedoch in letzter Zeit eine Welle unter den bekannten Instagram- und Youtube-Rohköstler, die nach 3,4,5 und mehr Jahren wieder angefangen haben, gekocht zu essen, wofür sie alle ihre Gründe haben. Doch ich ließ mich davon nicht beeinflussen, mich haben die überzeugten und inspirierenden Straight-Edge-Rohköstler (wie sie sich selbst nennen) interessiert. Diese Menschen essen meistens Früchte und Grün, viel biologisch, essen kein Gourmet in den Restaurants, gehen früh schlafen und stehen früh auf. Machen Sport und tun, was Freude bringt.

Ich muss zugeben, dass nach all diesen Jahren, Büchern, Seminaren und Videos ich verstanden habe, dass Rohkost kein Sammelbegriff ist. Es gibt verschiedene Ernährungsweisen innerhalb der Rohkostszene. Und nach so vielen interessanten Gesprächen fühlte ich mich auf einmal verwirrt. Ich habe angefangen viele Aspekte meiner Ernährung zu hinterfragen und gleichzeitig fand ich Antworten auf Fragen. Denn obwohl ich mich super fühlte und viele Krankheiten geheilt hatte, war ich immer noch nicht ganz angekommen.

Rohkost

Lass uns erstmal schauen, wie es in der westlichen Rohkostszene aussieht, damit Du verstehst, was ich meine.

1. High Carb Low Fat / 80-10-10 / Fruitarian

Dies ist eine fruchtbasierte, stark fettreduzierte Ernährungsweise. Sie schließt Fett ziemlich vollständig aus (keine oder ganz wenig Avocados, Nüsse, Samen und besonders keine Öle). Stattdessen sind Früchte die Hauptquelle der Energie. Dazu kommen grüne Smoothies bestehend aus Wildkräutern, Blattgrün, Früchten und Wasser und große Salate aus grünen Blättern abends.

Früchte sind so ziemlich die einzige Quelle für Kohlenhydrate in der Rohkosternährung. Komplexe Kohlenhydrate wie Pasta, Reis und Brot fallen schließlich komplett weg. Obwohl Gemüse auch etwas Kohlenhydrate enthält, kann es nicht den Tagesbedarf an Kalorien decken. Um 2000 Kalorien zusammen zu bekommen, müsste man 50 Salatköpfe oder 75 Karotten essen. Guten Appetit!

Diese Ernährungsweise funktioniert ausgezeichnet in den Tropen oder in warmen Ländern, wo eine breite Auswahl an Früchten in guter Qualität verfügbar ist. So hat es bei mir in Thailand auch super funktioniert – so gut habe ich mich nie gefühlt und meine Verdauung war noch nie so perfekt! In Deutschland könnte das auch gut gehen mit all den Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und Wildkräutern im Sommer, aber im Winter bleiben nur Datteln, Bananen, Orangen und Äpfel. Das Problem ist der übertriebene Zucker, der in Datteln, Bananen, kernlosen Orangen etc. steckt. Da sollte viel Grün und Gemüse am Abend auf dem Plan nicht fehlen.

Wenn Du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt Du, dass ich gegen überzüchtete kernlose Früchte bin. Es ist tatsächlich immer noch so, dass ich für gewöhnlich regional esse (in Thailand Mangos und Papayas, in Deutschland Äpfel, Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren; in Sibirien kasachische Melonen und Beeren aus dem Garten).

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2. Low Carb high fat / Hippocrates (Brian Clement)

Diese Anschauung vertritt die Ansicht, dass Früchte überzüchtet sind und Fruchtzucker sehr schädlich ist. Deswegen soll man sich auf Gemüse, Sprossen a.  Ä. konzentrieren und Früchte so weit es geht vermeiden. Auch wenn es die Vertreter dieser Ernährungsweise nicht so direkt sagen, ist es eine sehr fettreiche Ernährungsform. Denn da das Gemüse nicht genügend Kalorien hat, muss man sie vom Fett bekommen. Entsprechend werden dem Speiseplan Avocados, Nüsse, Öle und Samen hinzugefügt.

Avocados, Nüsse und Samen enthalten viel Fett. Unabhängig von seiner Herkunft geht Fett vom Lymphsystem direkt ins Blut. Zu viel Fett macht das Blut dickflüssig und lässt die Blutkörperchen verkleben. Überflüssiges Fett blockiert die Insulintätigkeit, also die Bereitstellung von Zucker zu den Zellen, was zu Diabetes führen kann. Daher ist es empfehlenswert, nur eine Fettquelle pro Mahlzeit zu essen und auch nicht zu viel davon. Grüne Blätter und Gemüse liefern dem Körper genug Fette. Aber teste selbst: Wie fühlst Du Dich nach einer nuss- und fettüberladenen Mahlzeit?

3. Gourmet

Die sogenannten Gourmet-Rohköstler. Das sind die, die beide Ansätze komplett ignorieren und alles durcheinander essen. Sie essen Rohkosttorten und Dattel-Nuss-Pralinen, Gemüsegerichte geladen mit Nusssaucen und hinterher Nachtisch aus Obst, Smoothies mit Früchten, Samen und Kokosöl dazu, usw. Wenn Du einmal auf typischen Gourmet-Rohkost-Potlucks warst, hast du bestimmt gemerkt, dass die Gerichte fett- und zuckerüberladen sind und die Torten als Nachtisch gegessen werden.

Diese Ernährung eignet sich auf gar keinen Fall als tägliche Basis, allenfalls für den Anfang der Umstellung oder für spezielle Anlässe. Jedem erfahrenen Rohköstler wird es nach einer gemischten Mahlzeit so schlecht gehen, dass er sich so etwas nicht mehr antun wird.

Solch eine Ernährungsweise macht Dich auf Dauer nicht gesünder, sondern krank und dick trotz Rohkost, da der Körper mit der Verdauung dieser verrückten Kombinationen nicht hinterherkommt.

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4. Living Food (Ann Wigmore) / Natural Hygiene

Natural Hygienists führen eine sehr naturgebundene Lebensweise und achten besonders darauf, Lebensmittel in ihrer natürlich vorkommenden Form zu essen, und vermeiden stark irritierende Stimulanzien wie Knoblauch, Chili, Gewürze und Salz.

Sie essen sogenannte „Living Foods“, mit dem Akzent auf Wildgrün, Sprossen, frische Früchte und etwas Nüsse und Samen, aus denen ein Leben entstehen kann. Zu diesem Konzept gehört nicht alles, was „roh“ genannt wird. Was bedeutet das? Viele Menschen essen extrem viel Dehydriertes, Kakao, Agavendicksaft, Superfoods, ungekeimte Nüsse usw. Dabei vergessen sie die Betonung auf die Einfachheit der Natur, die bei der Rohkosternährung die ursprüngliche Idee war.

Dr. Ann Wigmore war die Pionierin. Ihre Arbeit hat die Gesundheits- und Ernährungsbewegung für immer verändert. Sie unterschied zwischen rohem und lebendigem Essen. In den 60er, 70er und 80er Jahren gab es in der Rohkostbewegung viele Menschen, die trotz Rohkost übersäuerte Körper, Mangelerscheinungen, Gewichtsprobleme, Hautprobleme und viele Toxine im Körper hatten. Ich glaube, wenn Ann Wigmore manches Roh-Gericht heutzutage sehen würde, würde sie sich erschrecken!

5. Zum größten Teil roh / raw till 4

Eine unkomplizierte und angenehme Art, sich gesünder zu ernähren, ist bis zum Nachmittag Früchte und grüne Smoothies zu essen und dann abends einen großen Salat mit etwas Backkartoffeln, Quinoa oder Vollkornreis zu haben. Meistens ist diese Ernährungsform sehr fettreduziert, da sie durch den gekochten Anteil ausreichend sättigt und der Heißhunger auf Fett nicht aufkommt.

Ist es denn so wichtig, 100% roh zu essen, oder reicht einfach mehr roh? Die Überzeugung der Rohköstler (und auch meine) ist, je mehr natürliche rohe Lebensmittel man isst, desto gesünder und reiner wird man. Doch man soll sich nicht quälen. Manch einem fallen 80% roh leicht und fühlt sich besser, als wenn er sich mit 100% roh und viel Fett abquält. Irgendwann, wenn die Zeit reif ist, wirst Du von alleine auf komplett roh umsteigen. Oder auch nicht.

Als Rohkostanfänger ist es unheimlich verwirrend, wenn man auf all die verschiedene Ansätze trifft. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Versucht man von allem ein bisschen zu machen, geht es meist in die Hose (wie bei mir am Anfang). Man nimmt zu, bekommt schwerwiegende Verdauungsprobleme. Viele kehren deswegen zur „normalen“ Ernährung zurück.

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Auf welcher Seite bist du?

Auch wenn es so viele verschiedene Betrachtungsweisen gibt, können sie alle in 2 Kategorien unterteilt werden: High Carb Low Fat (kohlenhydratreich und fettreduziert) und Low Carb High Fat (fettreich und früchtereduziert).

Nimm Dir etwas Zeit, probiere aus und analysiere, welcher Ernährungsform du folgst bzw. folgen möchtest. Aus meiner Erfahrung ist der Versuch, beide Sichtweisen zu ignorieren und alles Mögliche zu vermischen, sehr frustrierend und ungesund. Die Gründe dafür sind ernst. Lass mich erklären.

Bei der fettreichen Rohkosternährung ist die Insulin-Sensitivität sehr reduziert, d.h. die einfachen Zucker können die Zellen nicht so schnell erreichen. Wenn die Person, die viel Fett konsumiert und auch noch viele Früchte (Zucker) isst, bekommt sie oft die Symptome von Hypoglykämie, Candida, Konzentrationsprobleme und viele weitere.

Die einfache Gleichung lautet: viel Fett + viele Früchte = Katastrophe.

Auf der fettreduzierten Diät verschwinden diese Symptome. Insulin arbeitet effizient, um Einfachzucker zu den Zellen zu transportieren. Die Konzentration steigt und der Blutzucker ist stabil.

Wenn Du also einer Rohkosternährung folgst und gute Gesundheit erwartest, triff die Wahl zwischen der fruchtbasierten, fettreduzierten und der fettreichen, zuckerreduzierten Diät. Es ist Deine Wahl, aber nimm die Entscheidung nicht auf die leichte Schulter.

Ich persönlich habe beides ausprobiert, und die Low-Fat-Variante macht für mich mehr Sinn, da es mir am besten schmeckt, es einfacher im Alltag ist und die besten Ergebnisse im Hinblick auf Energielevel, Verdauung, Fitness, Konzentration und Aussehen bringt. Ich habe ehrlich versucht, ohne oder mit ganz wenig Früchten einige Tage auszukommen und nur Gemüse und Fette zu essen, aber ich war so unglücklich, dass ich wieder damit aufhören musste. Nach einigen Wochen nur auf Mangos und Papayas in Thailand hatte ich komplett die Lust verloren, in ein Rohkost-Restaurant zu gehen und Gourmet-Gerichte zu essen. Als ich es doch tat, habe ich mich schwer und müde gefühlt, konnte nicht schlafen und bin kaputt aufgewacht. Das war ein komisches Gefühl, nicht in die Restaurants zu gehen, weil ich in einer Stadt gelebt habe, wo es an jeder Ecke tolle vegane und Rohkost-Restaurants gab.

ernährungsumstellung

Ich kann jetzt ehrlich sagen, dass die Nuss-Burger, Rohkost-Pizzen, Rohkakao-Torten und rohe Cashew-Cheesecakes mich nicht mehr begeistern, ich nehme sie nicht mal als Essen wahr. Ich fühle, dass mein Körper weiß, was richtig ist und möchte lieber Himbeeren vom Strauch, saftige Wassermelonen, Wildkräutersmoothies und ein mineralstoffreiches Gemüsegericht am Abend. Rohkost-Borschtsch geht auch gut.

Andererseits kenne ich Rohköstler, die komplett auf Früchte verzichten und sich nur von Gemüse, Grün, Nüssen und Samen ernähren. Sie verzichten also auf den Fruchtzucker!

Jeder kann ein schmackhaftes Rohkostgericht mit einem Haufen Fett, Salz und Gewürzen zubereiten. Das ist der Grund, dass ich vom Restaurantessen nicht mehr beeindruckt bin. Alles, was sie machen ist, die fleischhaltigen bzw. gekochten Gerichte nachzuahmen, nur dass sie rohe Zutaten benutzen. Es kostet mehr Kreativität, eine Mahlzeit aus Früchten und Gemüsen zu kreieren ohne jegliches Fett zu benutzen. Da musst Du ein echtes Talent sein und auf die natürlichen Aromen und den Geschmack der Lebensmittel setzen und sie schätzen können. Auch die Monomahlzeiten sind eine Herausforderung und die höchste Kunst der Ernährung.

Fazit:

Es ist ein ganz schön langer Post geworden, und ich habe immer noch das Gefühl, dass ich nicht alles gesagt habe. Ich bin immer noch ziemlich verwirrt, besonders von dem sich widersprechenden Ansätzen, dass die einen Rohkost-Gurus für Fett und gegen Früchte und die anderen für Früchte und gegen Fett sind. Trotzdem wollen sie alle unter der gleichen Songtitel singen.

Ich lebe im Moment ohne Fett und probiere aus, was für mich am besten ist: Ich höre bewusst auf meinen Körper, Verdauung (!), Glücksgefühl und natürlich das Gewicht. Für mich fühlt es sich richtig an, ein Minimum an Fett und mehr frisches Obst und Gemüse zu essen und auch nur ein Minimum an abgepackten Superfoods, Schokolade und komplizierte fettüberladene Rezepte. Letztlich geht es bei diesem Lifestyle um Früchte und Gemüse, nicht um Öle und Fette.

diätplan

Ich habe viele inspirierende schlanke fitte Menschen getroffen, die seit vielen Jahren erfolgreich dem fettreduzierten Rohkost-Lifestyle folgen und sie haben einige Sachen gemeinsam:

  • Sie essen viel frische lokale Früchte und Grün und wenig Fett.
  • Sie haben der Entgiftung des Körpers genug Zeit gegeben. Nicht ein paar Wochen oder Monate, sondern manchmal Jahre.
  • Sie machen viel Sport/Yoga!
  • Sie haben Gesundheit zur ersten Priorität gemacht.

Und jetzt kommst Du. Was ist Deine Geschichte und Erfahrungen mit Früchten/Fett? Teile sie im Kommentar, ich bin gespannt!

P.S. Verbinde Dich mit mir auch auf Facebook, Instagram und Youtube – so verpasst Du keins der köstlichen, gesunden Rezepte und natürlichen Schönheitstipps. Du siehst spannende Bilder und Videos von meinen Rohkost-Reisen, meinem Essen und natürlich von mir!

26 Kommentare

  1. Liebe Victoria,

    ein sehr toller umfangreicher Artikel 👌

    Mich beschäftigt das Thema auch schon länger und ich habe neulich auch mal ein Video dazu gemacht….denn ich persönlich stehe so gar nicht auf so extreme „Richtlinien“ also weder highcarb/lowfat noch Lowcarb/highfat

    Ich habe meinem Körper so viel schlimmes angetan: extrem viel fastfood, jeden Tag Tüten von Chips, mehrere tafeln Schokolade, weissmehl on must etc….. und natürlich auch das ich mir seelisch auch viel angetan habe: selbsthass statt Selbstliebe, und so etwas….

    Inzwischen geht es mir persönlich so das ich mich annehmen kann wie ich bin, durch die Rohkost zur Selbstliebe gekommen bin und glücklich bin….ich war früher extrem perfektionistisch und so will ich nicht mehr sein

    Ich weiß das auf meinem Blog viele „Gourmet-Rohkost-Rezepte“ sind…ich bin gerne kreativ und „baue“ gern alte Rezepte um, das heißt aber nicht das ich jeden Tag Torten und Pizza esse….das eher selten (ich denke aber wenn ist es trotzdem besser als das was ich früher gegessen habe), ich praktiziere intermittierendes Fasten und trinke so morgens nur wasser und frisch gepresste Säfte, ich liebe Zucchini- oder Gurkenspaghetti und Greens und Wildkräuter und esse meist (nicht immer) mehr Gemüse als Obst!

    Was ich damit sagen will….ich will mich nicht unterordnen 😉 weder in 80/10/10 noch in Hippokrates oder Gourmetrohkost.

    Mein Weg die letzten Jahre war zu lernen auf meine Körperweisheit und mein Bauch Gefühl zu hören, ohne perfektionistisch zu sein oder mich zu etwas zu “ zwingen“ was ich vielleicht nicht dzrchhalten kann….

    So gibt es Tage da esse ich viel Obst auch wenn ich sonst nicht der Obstfan bin, oder phasen in denen ich viel Avocado und Nüsse mag, aber dann auch mal das Gegenteil das ich Abneigung gegen Nüsse und Avocado hab und nur Salat esse.

    Gesundheit hängt meiner Meinung nicht nur mit Ernöhrung zusammen….ich meditiere, mache Qigong oder yoga, springe trampolin, gehe viel in die Natur….wenn ich früh müde bin geh ich früh schlafen…bin ich es nicht bleibe ich noch auf. Mein Körper sagt und zeigt mir was dran ist.

    Das finde ich auch wichtig: Lernen dem eigenen Körper zu (ver)trauen und das ganze Leben ist voller Lernaufgaben…Wir lernen immer wieder dazu, über uns selbst, das Leben und allgemein 💖

    Oh mein Gott, genug geschrieben. Danke für deine schönen Artikel Victoria die auch immer zum nachdenken anregen, inspirieren und motivieren

    Liebe Grüße Jen

    • Victoria sagt

      Das ist ein sehr schöner Text geworden, Jen. Danke fürs Teilen ♡ Ich glaube, Du machst alles super: intuitiv, entspannt und naturnah. Wenn der Körper schon gereinigt ist, dann kann man auf seine Signale hören. Natürlich ist es auch am gesündesten so!
      Ich mag gerne alles strukturieren und Übersicht haben. Ein Durcheinander macht mich unruhig 🙂 Deswegen habe ich diesen Post geschrieben, um bei mir im Kopf alles zu ordnen, was ich in der letzten Jahren und Monaten erfahren habe. So ist es einfacher zu sehen, wo man ist und warum evtl. etwas schief geht mit Verdauung, Gesundheit, Schlankheit… Leider sind wir Menschen die einzigen Spezies, die sich Fragen stellen müssen, was wir essen sollen. Bei keinem Tier stellt sich diese Frage: die Tiere essen einfach, was sie von Natur aus essen sollen. Nur wir quälen uns damit.
      Und Essen ist nicht alles, da stimme ich Dir zu! Schlaf, Meditation, Connection mit Gleichgesinnten, Liebe, Sonnenschein – das alles nährt uns <3

  2. Hallo liebe Victoria,

    danke für den tollen Artikel, endlich eine verständliche Übersicht. Ich halte es da auch wie Jen, im Sommer mag ich gerne reine Obstsalate oder Gemüse, im Herbst gibt es dann gerne mal ein glutenfreies Müsli mit Obst, etwas deftiger, und im Winter gerne Kartoffeln mit Rosenkohl, Kürbis etc. Einfach der Jahreszeit entsprechend und wonach mein Körper verlangt. Im Sommer habe ich kaum Bedürfnis nach gekochtem Essen, lebe quasi automatisch als Rohköstler, im Winter verlangt mein Körper nach Kartoffeln usw. Ebenso ist es mit den Nährstoffen, es gibt Zeiten, da esse ich fettreicher und Zeiten, da braucht mein Körper scheinbar mehr Vitamine. Ich versuche grundsätzlich überwiegend basenreich zu essen und mich ansonsten an keine starren Regeln zu halten, sondern eben auf meinen Körper zu hören. Ich glaube aber, dass viele heutzutage erstmal Regeln benötigen, um wieder zu ihrem Körpergefühl zurückzufinden und das es gut ist, dass so viele unterschiedliche Ernährungsweisen bestehen, denn daraus kann man sich letztendlich erstmal orientieren um dann Stück für Stück herauszufinden, was das beste für einen selbst ist. Liebe Grüese, Imke

    • Victoria sagt

      Absolut, Imke! Solange der Körper noch verschlackt ist, kann er keine adäquate Signale senden und sehnt sich meistens nach Suchtsachen, um Entzugserscheinungen zu befriedigen: Gekochtem, Süssem, Salzigem, Schokolade usw. Zuerst ist es wichtig, ihn zu reinigen und dann auf seine Signale hören und ihm geben, was er braucht.

  3. Hello ihr Lieben 😊

    Danke für den großartigen Artikel liebe Victoria! 🙏

    Ich schließe mich ganz der Meinung von Jen an. Gesundheit ist mehr als nur Ernährung, zu einem gesunden und ausgewogenen Lebensstil gehört für mich auch ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, Meditation und noch vieles mehr. 🍏

    Seit einiger Zeit orientiere ich mich nun vorwiegend am Konzept „High Carb Low Fat“, da es für mich am meisten Sinn macht und mir die Energie gibt, die ich benötige. Außerdem fühle ich mich persönlich mit überwiegend Kohlenhydraten am besten. Das bedeutet aber nicht, dass ich vollständig auf Fett verzichte. Ich vermeide allerdings so gut wie möglich stark verarbeitete Lebensmittel (Fast Food) und konzentrierte Fette bzw. Öle. Ich habe eine Zeit lang auch sehr viel Nüsse gegessen, wodurch ich aber sehr müde wurde und mein Hautbild auch beeinträchtigt wurde.

    Sobald man eine Angst vor etwas entwickelt, sehe ich das sehr kritisch und nicht als Erfolg. Meine Nahrung soll meinem Körper nähren und mein Leben bereichern und nicht Angst vor etwas machen. Ich tracke mein Essen nicht (obwohl ich das testweise mal gemacht habe), um meine Verteilung der Makronährstoffe genau zu beobachten sondern höre auf meine Intuition, auf mein Bauchgefühl. Beim Auswärtsessen möchte ich schließlich (natürlich vegan) genießen und mir keine Gedanken über die Fette in den Speisen machen. 🍝

    Meiner Meinung nach gibt es nicht die „perfekte Diät“ oder die richtige Anzahl an Kalorien die für jeden Menschen passt. Unsere Körper sind alle unterschiedlich und unser Lebensstil hat einen großen Einfluss auf die Bedürfnisse. Allerdings finde ich, dass eine pflanzenbasierte, vollwertige Kost, die zum größten Teil aus Kohlenhydrate besteht, am meisten Sinn macht. 🍎

    Ernährung ist sicher einer der wichtigsten Faktoren beim Thema Gesundheit aber man darf es nicht isoliert beobachten und sollte es nicht übertreiben. 😇 Wie schon Jen geschrieben hat, man sollte seinem eigenen Körper vertrauen und auf die Signale hören. 💚

    Liebste Grüße,
    Dominik.

  4. Rolf sagt

    Hallo,

    ich möchte hier auch meine Erfahrungen kund tun. Ich beschäftige mich auch schon seit vielen Jahren mit der Ernährung und habe diese total umgestellt. Ich habe sehr viel gelesen und alles an meinem Körper getestet. Heute mit 56 bin ich fit wie nie in meinem Leben habe meine Kraft fast verdoppelt und habe immer gute Laune.

    Angefangen hat alles mit Heilfasten nach Rene Gräber. Dies habe ich bereits mehrmals gemacht und fühle mich immer besser nach jedem Heilfasten. Um dem Körper dieses gute Gefühl immer zu geben habe ich mein Essen total umgestellt. Und es ist so einfach. Man kann überhaupt nichts falsch machen und es ist völlig egal wieviel und was man ist. Nur folgende Dinge muss man unbedingt beachten. Dann wird man innerhalb kürzester Zeit sein Idealgewicht erreichen und sich für immer fit fühlen und seinen inneren Frieden mit der Natur und dem eigenen Leben finden:

    1. Das was man isst muss naturbelassen, saisonal und regional sein. Keinerlei Verarbeitung, kein Kühlschrank und kein Herd. Alles wird Roh und frisch gegessen. Das was der Mensch als Errungenschaft preist, ist in Wirklicheit der größte Irrglaube der Menscheit. Lebensmittel kann man nicht haltbar machen.

    Es wird nur gegessen was Roh vertragen wird. Alles was verarbeitet ist wird gemieden. Mehl, Zucker, Reis, tierische Produkte, Schokolade. Sobald ein anderer Mensch seine Finger daran hatte.

    2. Die meisten (so gut wie alle) Menschen essen viel zu schnell. Richtig ist: Es wird nur geschluckt was komplett flüssig gekaut wurde. Erst dann ist die Nahrung durch den Speichel für die Verdauung geeignet. Ein Apfel sollte mindesten 10 Minuten dauern bis der weg ist. Außer Stiehl wird natürlich alles gegessen. So erklärt sich auch von selbst, dass der Smoothie-Hype ein Witz ist. Wie soll man da bitte den unbedingt notwenigen Speichel dazu bekommen. Und den Thermomix gab es auch nicht immer. Was haben die Menschen vor dem Feuer gegessen? Weder Brot noch Fleisch welches er im übrigen erst in der Not angefangen hat zu essen weil es nichts Anderes gab. Affen essen Bananen seit es sie gibt nur der Mensch denkt er ist der Superinteligente. In Wirklichkeit ist der Mensch der „Affe“. Außer Messer und Gabel bzw. Löffel, wenn überhaupt, brauchen wir nichts in unserer Küche.

    Hört sich extrem an aber ich ess so zwischen 5 und 10 Kilo pro Tag. Allerdings brauche ich auch mit Zubereitung und Essen auch mindestens 3 Stunden pro Tag dafür und das macht Spaß.

    • Victoria sagt

      Lieber Rolf,
      Deine Ratschläge sind super wertvoll, und ich kann sie auch komplett unterschreiben! Das mit dem gründlichen Kauen wird heutzutage sehr unterschätzt und ja, natürliche Lebensmittel sind die Antwort: so natürlich und einfach wie möglich! Leider in einer Grossstadt nicht so einfach. Den Unterschied merkte ich, nachdem ich einen Monat auf eine Insel in Thailand am Meer gelebt habe. Aber wir können das beste daraus machen: Bio kaufen, saisonale Früchte und Gemüse essen, viel Monomahlzeiten und Achtsamkeit 🙂 Haha, das mit viel Zeit für das Essen verbrauchen kenne ich 😉

    • Andrea sagt

      SEHHRRR interessant Rolf! aber woher nimmst du dann ALLE Nährstoffe? Nüsse sind ja auch aus der Natur..aber man muss sie knacken. Manches wie Honig wird doch auch nur durch Menschenhand gewonnen..auch gar nichts Warmes in Winter wie Tee??wie sieht denn dann ein Essenstag bei dir aus…??

      • Andrea sagt

        ich hab nämlich voll zugenommen durch die Gourmetrohkost 🙁

        • Hallo Andrea. Gourmetrohkost? Was meinst du damit? Nur wenn du komplett auf verarbeitete Nahrung verzichtest, hast du etwas von Rohkost. In verarbeiteten Lebensmitteln sind immer Geschmacksverstärker Zucker und andere Chemie die erstmal die Lebensmittel haltbar macht und dann in deinem Körper auf den Hüften mal abgesehen von den daraus resultierenden Krankheiten. Ist doch klar oder?

          Ich esse immer das was gerade bei uns von den Bäumen fällt bzw. im Garten wächst. Rote Beete, Kohlrabi, Karotten alles mit Grün, Tomaten Zucchini, Paprika ohne Grün, Schnittlauch, Basilikum, Nüsse von A… 😊 Trinken nur stilles Wasser. So ist das Ziel. Was warmes macht nicht warm. Das ist ein Irrglaube.

          Trotzdem auch mal ein Tee oder Kaffee oder wenn ich auswärts bin auch mal vegetarisch. So sieht man auch immer wieder wie gut Rohkost ist. Gestern bei einer Einladung Nudeln und Tomatensauce und ein Salat mit einer Fertigsauce. Heute morgen hatte ich eine total weiße Zunge. Da war ordentlich Zucker drin und Nudeln sind ja schlimmer als Zucker. Heute ein Stück Kuchen. Das Ziel heißt möglichst naturbelassen. Aber das geht nur Zuhause und ich denke kleine Ausnahmen sind kein Problem. Vorteile bringtes aber nicht.

        • Victoria sagt

          Hmm, ja das kann ich mir durchaus vorstellen, Andrea. Gourmet Rohkost ist meistens sehr ungesund kombiniert und ist die extreme Kalorienbombe dank den Unmengen von Fett (Nüssen, Ölen) und auch Salz.

  5. Vielen Dank für diesen ausführlichen Post!!! Mir geht es wie dir…nach einem Thailandurlaub ( Hauptsächlich frische Früchte und etwas Salat) fühlte ich mich so gut,wie lange nicht mehr! Die gesamte Rohkost-Gourmetküche,die ich lange Zeit praktiziert habe,lässt mich inzwischen kalt und ich esse auch viel weniger Avocados und Nüsse.
    Ich denke,jeder muss für sich den Weg finden,aber letztendlich sind es die Erfahrungen,die uns den Weg weisen:-)
    GAnz liebe Grüsse.Karin

    • Victoria sagt

      Liebe Karin, danke für das Teilen Deiner Erfahrung! Schön zu wissen, dass es Dir so ähnlich geht. So ziemlich alle erfahrene Langzeit-Rohköstler meinen, dass es völlig normal ist, dass man sich immer mehr nach leichteren Sachen sehnt je länger man roh isst und je reiner man ist. Mit Beginn der Rohkost ist es meistens sehr Fett- und Gourmetreich und später wird die Ernährung immer leichter, fruchtiger und wasserhaltiger. Das hängt mit den alten, im Körper tiefsitzenden Giftstoffen zusammen. Wenn der Körper nicht damit sehr verhüllt ist, sehnt man sich nach schwereren und fetthaltigen Sachen. Je mehr man sich reinigt, desto mehr möchte man nur noch Lebensmittel, die nicht so schwer im Magen liegen und das ist der Punkt wo man sich an die nächste Stufe wagt. Weniger Fett und Gourmet und mehr Früchte, Salat, Sprossen, Gemüse und weniger/keine Nüsse und Fette.
      Das kam bei mir aber so überraschend, das ich nicht wusste, was los ist 🙂 Erst durch den Austausch mit erfahrenen Rohköstlern wurde mir das klar.

  6. Vielen Dank für den schönen Artikel, Viktoria!

    Ich denke der Schlüssel zur Gesundheit ist es sich aus diesen 4 Grundsätzen:
    1. Nach der Saison zu ernähren
    2. Körperlich aktiv zu bleiben
    3. Spaß am Leben zu haben.
    4. Keine Industrie/Fertignahrung

    Schaut man sich die langlebigen Völker an sieht man dass sie genau nach diesen Grundsätzen leben. Egal ob roh oder gekocht, oder ob auch etwas (wenn auch sehr Wenig) Tierisches enthalten ist.
    Und genau so halte ichs: Nix dogmatisch sehen, das Essen genießen, aber trotzdem vollwertig; d.h. ich esse nur was ohne Zutatenverzeichnis auskommt 😉
    Manchmal mehr Fett/KH mal weniger; mal mehr Obst, mal weniger; dafür dann mehr Hülsenfrüchte etc. Ich hör da einfach auf meinen Bauch; der gibt mir da schon immer das richtige Zeichen.

    Auf meinem Blog habe ich auch mal verschiedene Ernährungsweisen verglichen und festgestellt dass es immer pro und contra gibt.

    LG Alina 😉

    • Victoria sagt

      Hey Alina, danke für die Ergänzung! Undogmatisch, in Maßen und naturnah bringt den langfristigen Erfolg 😉

  7. Andrea sagt

    Danke Rolf und euch Allen für die ausführlichen Kommentare..hoffe ich komme auch dahin ohne Samen wie Hanf, Sesam etc,, Mehlen wie Kokosmehl und Nüssen, Nussmuse, Kokosöl und Getreide(wenn auch gekeimt) mich satt zu fühlen-ohne eigenen Garten schwierig…Tipps für eine Umstellung, ein Loskommen von dem Kompaktessen wäre toll..

    • Liebe Andrea,
      ich persönlich verzichte nicht auf so gute Lebensmittel wie Hanfsamen, Sesam und auch Kokosprodukte, gerade Kokosöl regt den Stoffwechsel an und und hilft eher beim abnehmen. Und all die anderen Lebensmittel die fetthaltig sind, muss/sollte man halt in Maßen einsetzen. Das wichtigste ist das du GREENS (Blattgrün, grünes Gemüse wie Brokkoli, Wildkräuter) in deine Ernährung einbaust. Der Körper hat ja viele Gifte gespeichert, oft auch im Fettgewebe und wenn nicht genügend Mineralien (aus den GREENS 😉 ) vorhanden ist, gibt das Fettgewebe oft das eingelagerte nicht wieder frei.
      Es kann natürlich aber auch viele andere Gründe haben warum du zugenommen hast. Stoffwechselstörungen, Schilddrüse etc…) Gourmet-Rohkost ist per se nicht schlecht 😉 wenn man weiß wie man sie einsetzt. Ich schreibe das nur weil ich mich selbst auch von der sogenannten „Gourmet-Rohkost“ ernähre, zusätzlich aber auch intermittierendes fasten praktiziere und halt auf die richtige Mischung achte, und mich selbst von diversen Krankheiten und Symptomen damit befreien konnte.

      Viele liebe Grüße Jen

  8. Seit drei Jahren ernähren wir (meine Frau und ich, vier Kinder) nach der Hippocrates-Rohkost (Ann Wigmore, Brian Clement), nach einem Jahr Frucht-und-Gourmet-Rohkost zuvor.

    Deine Darstellung möchte ich modifizieren. Diese Rohkost ist nicht „high fat“. (Aktivierte) Nüsse, Saaten und Avocado kommen vor, aber sehr in Maßen, ca. zwei Mal/Woche zwei Avocados für Sechs oder ein Pesto mit 50 g für alle oder ausnahmsweise einen Kuchen.

    Die Kalorien stammen aus frischen Buchweizenkeimlingen (Körner mit kleinem Trieb), gekeimter Braunhirse und vielen Kohlenhydraten aus Pflanzensäften und Sprossen.

    Der Kalorienbedarf sinkt dabei. Ich selbst habe durch Krafttraining mit dieser Ernährung von 54 kg in einem Jahr auf 61 kg zugelegt, dabei wesentlich weniger Kalorien gegessen als im ersten Rohkostjahr, in dem ich abgenommen habe.
    61 kg sind nicht viel bei meinen 1,77 m. Die Zunahme zeigt aber, dass ich keinen Kalorienmangel haben kann.

    Für den Umstieg mussten wir allerdings eigene Rezepte entwickeln, sonst wären die Kinder abgesprungen.

    http://www.dierohmantischefamilie.de/ebook-hippocrates-ernaehrung/

    • Victoria sagt

      Hey Rohmeo,
      mein Respekt, dass ihr diese Ernährung mit der ganzen großen Familie so diszipliniert durchzieht! Buchweizenkeimlinge sind sehr kalorienreich muss ich sagen, kann sein, dass sie größtenteils zu Deiner gesunden Gewichtszunahme beigetragen haben! Aber Krafttraining natürlich auch. Danke für Rezepte 🙂

  9. Liebe Victoria, was für ein genialer Beitrag! Ich bin zufällig darauf gestoßen aber er trifft zur Zeit genau meinen Nerv. Am Anfang war ich sehr abgestoßen von den vielen anscheinend widersprüchlichen Strömungen innerhalb der Rohkost. Ich fand das blöd, dass man Leute vergrault, indem man immer noch einen oben drauf setzt und selbst bei der, von vielen so empfundenen, krassesten Ernährungsform anderen vorbetet, was man alles falsch machen kann. Ich habe deswegen beschlossen, das für den Anfang zu ignorieren und wie du es auch schreibst: für den Einstieg war das genau die richtige Entscheidung. Aber eben nur für den Anfang. Denn seit einiger Zeit merke ich, dass ich in einer Sackgasse stecke. Die Rohkost ermöglichte es mir, mich von den meisten Süchten zu befreien. Aber eine blieb mir eben doch: das Fett! Ich kenne kein Maß, stopfe mich mit Nüssen voll und wenn dann noch die Rosinen dazu kommen, geht es mir (nicht so wie früher aber verhältnismäßig) total schlecht! Dein Artikel hat viel Licht in mein Gedanken- und Wissenschaos gebracht! Ich glaube zu wissen, welche Probleme in meiner Ernährung ich angehen muss. Ich danke dir! Du hast das toll zusammen gefasst und verständlich und nachvollziehbar erklärt, total klasse!

    • Liebe Laura!
      Über deinen Beitrag freue ich mich sehr. Gerade jetzt vor Weihnachten wird so viel für leckere Fett-süß-Rohkost geworben… aber eigentlich jede/r von dem ich weiß, dass sie/er einige Jahre wirklich dabei geblieben ist, hat irgendwann mit dieser Sackgasse zu tun.
      Nach wie vor bin ich mir nicht ganz sicher: Lieber alles, was irgendwie roh ist, bejubeln, um den Leuten den Einstieg nicht zu erschweren oder von Anfang an ehrlich sein, damit die Leute gar nicht erst in die Sackgasse geraten?
      Mir jedenfalls hätte ein differenzierteres Rohkostbild geholfen, denn das erste Jahr Rohkost mit nur leicht abgewandeltem Suchtverhalten werfen mir meine Zähne heute noch vor.

    • Victoria sagt

      Vielen Dank für die lieben Worte zu meinem Artikel, Laura! Ich verstehe Dich total! Was hab ich mich mit Nüssen damals vollgestopft OMG!! Aber gut, ohne die Nüsse und Trockenfrüchte hätte ich vielleicht die Brücke zur Rohkost nicht geschafft, denn ich hatte so eine Panik damals, nicht satt zu werden! Es ist jedoch von einem Riesenvorteil, so früh wie möglich auf einfachste Art von Ernährung überzugehen, wo man die Sachen gut kombiniert. Ich glaube es ist auch wichtig, sich mit Parasiten ernsthaft zu beschäftigen – sie tragen auch enorm zu unkontrolliertem Essverhalten bei.

  10. SaraFlowercrown sagt

    Hey Victoria, 🙂
    Mensch ganz schön viele Arten sich roh zu ernähren!
    Ich bewundere deine Faszination für dieses Thema und freue mich, dass Du da etwas hast was dich so interessiert und begeistert. Wobei Ernährung ja nicht alles ist, aber das weißt du ja.
    Aber ich mag mein eigene Ernährung (vegan und was geht roh) so wie sie ist schon sehr gerne.
    Ich glaube, wie Dominik, dass jeder auf seinen Körper hören sollte und das kann bei manchen eben auch heißen dass sie Kohlenhydrate in Form von Vollkorn-Getreide und deren Produkte wie z.B Flocken essen, wie ich. Für mich ist es sehr wichtig auch satt zu werden, deshalb kann ich mir ein Leben wo Obst (oder Gemüse)die einzige Kohlenhydratquelle ist nicht vorstellen. Wird man da wirklich satt?, frag ich mich. Man kann doch z.B Bulgur( Vollkorn-Hartweizengrieß) auch im kalten Wasser quellen lassen, oder?

    • Victoria sagt

      Hi Sara,
      da bin ich absolut Deiner Meinung! Ich glaube schon langsam, dass Ernährung und optimales Body Image meine Karma sind, weil ich mich schon seit ich Teenager bin dafür interessiere und werde nie müde es zu tun 🙂 Klar, ist Essen nicht alles im Leben! nach ein paar Jahren intensiver Beschäftigung damit, möchte ich auch den anderen Sachen mehr Aufmerksamkeit schenken: Menschen, Beziehungen, Selbstliebe, positiven Gedanken, Familie usw.
      Die Ernährung muss satt und glücklich machen. Auch wenn es nicht komplett roh ist und Du Dich dabei optimal und glücklich fühlst, dann ist es das Richtige für Dich. Ich habe auch gemerkt, dass ich die ganzen Jahre einfach viel zu viel Obst gegessen habe und dieses Jahr habe mir vorgenommen, den Obstkonsum zu reduzieren.
      Ich kann Dir auch Buchweizensprossen sehr empfehlen. Sie haben kein Gluten, dafür ganz viele Enzyme. Man kann sie als Müsli mit getrockneten Beerenessen oder mit Gemüse. Lecker!

  11. SaraFlowercrown sagt

    Klar, Getreide ist bei vielen Rohköstlern ja „böse“, aber ich finde Nahrung sollte satt machen und von nur Obst kriege ich zum Beispiel ziemliche Magenprobleme aufgrund der starken Säuren und des Fruchtzuckers.

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