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Essen und abnehmen: Marinierte Champignons rohvegan und fettfrei

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Im Rahmen eines Stoffwechsel-Ankurbelung-Programms muss ich mich innerhalb einer Woche sehr abwechslungsreich ernähren, um meinen Stoffwechsel immer wieder aufs Neue zu überraschen. Ich habe dieses Programm angefangen, weil ich letztes Jahr 10-tägiges Wasserfasten durchgezogen habe und mein Stoffwechsel sich danach noch nicht regeneriert hat und immer noch zu langsam ist. Über das Wasserfasten und die Stoffwechsel-Ankurbelung werde ich noch in den folgenden Artikeln schreiben falls Interesse dazu besteht.

Also, es stehen 2 Tage pro Woche low carb und fettfreie Lebensmittel auf dem Plan. Wie soll ich das nun als Rohkost-Veganerin arrangieren? Ohne Früchte, ohne Avocados, ohne Nüsse. Ich musste mir ein kohlenhydrat- und fettfreies Rezept einfallen lassen, was auch noch schmeckt. Und das ist mir mit diesem Rezept gut gelungen. Es kann als gesundes Mittagessen auch in das normale tägliche Leben eingesetzt werden, weil es ein leichtes und schnelles Gericht ist und dabei noch sehr lecker schmeckt!

Und zwar sind das marinierte rohe Champignons mit Gurken-Fettuccine.

Kann man Champignons roh essen?

Über den Verzehr von rohen Pilzen wird viel diskutiert. Es geht dabei vor allem um Waldpilze, bei denen häufig vor Fuchsbandwurm und Schwermetallbelastung gewarnt wird. Zuchtpilze wie Champignons sind nicht von diesen Gefahren betroffen, besonders wenn man biologische Champignons bevorzugt. Ich würde nur die Bio-Champignons empfenhen, weil sie einfach aromatischer und intensiver vom Geschmack sind als die konventionellen. Ich habe einmal die konventionellen gekauft und musste feststellen, dass sie nur noch nach Pappe schmecken. Von den Bio-Champignons kann ich dagegen nicht genug bekommen und kann sie einfach so wie Brötchen essen – so gut schmecken sie!

Champignons sind aufgrund der besonderen Nährstoffzusammensetzung das ultimative Fitness-Food und lassen sich in gesunde Rezepte köstlich einsetzen. Sie bestehen – wie alle essbaren Pilze – zum grössten Teil aus Wasser, enthalten kaum Fett und sind somit sehr kalorienarm. Pilze sind reich an unverdaulichen Ballaststoffen, daher sind sie zwar etwas schwerer verdaulich, sättigen dafür effektiv und fördern die Darmtätigkeit. Champignons sind reich an Vitaminen der B-Gruppe, C und besonders D, welches sehr selten in Gemüse vorkommt. Sie liefern dem Körper wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Zink, Phosphor und Selen. Und dazu enthalten die Champignons reichlich hochwertiges Eiweiß und zwar ganze 2,7g!

Sind Pilze vegan?

Pilze wurden lange den Pflanzen zugeordnet. Sie sind eigentlich mit den Tieren näher verwandt als mit den Pflanzen, werden aber als eigenes Reich angesehen. Pilze gelten nun wie Pflanzen als vegan und sind somit für eine vegane Ernährung geeignet.

Pilze werden oft als „das Fleisch des Waldes“ bezeichnet. Das liegt wahrscheinlich an der sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommende Kombination aus Vitamin D und Vitamin B12. Bei Pilzen ist die Kombination leichter verdaulich und verursacht keine toxischen Stoffwechselreste.

Ich hoffe, dass ich Dich von den Vorteilen der Champignons überzeugen konnte. Und jetzt geht’s zum Rezept.

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Zutaten (für 2 Portionen):

  • 400g Champignons
  • 4 EL Tamari (oder 2 EL Miso). Ich benutze natürlich rohes unpasteurisiertes Tamari. Du kannst ihn z.B. hier bestellen.
  • 1 Zitrone
  • 1 weisse Zwiebel
  • Cayennepfeffer
  • Dill und Schnittlauch
  • schwarzer Kümmel
  • 3-4 Gurken für Fettuccine

Wer doch Lust auf etwas Fett hat, kann gerne 2EL Olivenöl zur Marinade dazugeben oder 1 kleingeschnittene Avocado am Ende in das Gericht dazumischen. Durch das gesunde Fett wird das Gericht natürlich noch schmackhafter. Ohne schmeckt es jedoch auch sehr gut!

Zubereitung:

1. Saft aus der Zitrone, Tamari, sehr fein gehackte Zwiebel, Cayennepfeffer und 100 ml Wasser in eine grosse Schüssel geben. Alles gut vermischen. Ich hatte an dem Tag keine Tamari da und habe stattdessen 2 EL unpasteurisiertes lebendiges Miso genommen, ging auch gut. Die Marinade war halt etwas dicker.

2. Champignons putzen, in Streifen schneiden, in die Schüssel mit der Marinade geben und gut vermischen. 20-30 Minuten marinieren. Wenn sie fertig sind, probieren und evtl. nachwürzen. Tamari ist zwar schon salzig, aber jeder Geschmack ist ja verschieden.

champignons roh essen

3. Während die Champignons marinieren Gurken waschen, schälen und in 3-4 kürzere Teile schneiden. Mit einem Spiralschneider oder Sparschäler zu Fettuccine verarbeiten.

4. Gurken-Fettuccine auf die Teller legen, die marinierten Champignons oben drauf und den Rest der Marinade über das Gericht verteilen. Die fein gehackten Kräuter und etwas schwarzen Kümmel darüber streuen.

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Beim Essen sieht es dann so aus 🙂

schnelle Gerichte

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Victoria

 Quellen:

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8 Kommentare

  1. Nieter sagt

    Das klingt ja sehr gut – vielen Dank für die Anregung 🙂

  2. Beatrix sagt

    hhhmmmmm – danke!…
    …und heute habe ich den Rest mit Tomatenstückchen, etwas Petersilie und Basilikum aufgepeppt – auch super lecker

    • Victoria sagt

      Hört sich richtig gut an! Danke für Deinen kreativen Tipp, Beatrix <3

  3. Tolles Rezept liebe Victoria. So ein ähnliches habe ich mir in letzter Zeit auch gemacht, aber zusätzliche noch Tomaten verwendet.

    Liebe Grüße
    Silke

    • Victoria sagt

      Danke, Silke! Ich liebe es auch. Gute Idee mit Tomaten, probiere ich auch mal aus!

  4. Susanne sagt

    Hallo Victoria, vor einigen Tagen habe ich deinen Blog entdeckt und bin wirklich begeistert! Du hast das super schön gemacht, sehr inspirierend und vor allem tolle Bilder! Dein Champignon-Rezept steht heute auf dem Speiseplan und ich bin schon sehr gespannt! Hab gestern deswegen extra noch Champignons beim Bioladen gekauft. Bei „schwarzer Kümmel“ musste ich erst mal überlegen, was das ist, aber dem Bild nach zu urteilen ist es „Schwarzkümmel“ (Nigella Sativa), aus dem man auch das sehr gesundheitsfördernde Schwarzkümmelöl gewinnen kann.
    Hast du schon mal was davon gehört, dass man Champignons schälen soll, weil die Köpfe angeblich so viele Schadstoffe von außen aufnehmen? Das hat neulich ein Fernsehkoch behauptet – was mich sehr überrascht hat. Also bisher verwende ich den ganzen Pilz, nur der Stamm wird unten ein wenig abgeschnitten.

    • Victoria sagt

      Hallo Susanne,
      Danke für die lieben Worte 🙂 Herzlich willkommen!
      Dieses Rezept ist eins meiner liebsten im Winter und Herbst. Das Gericht ist so leicht und schmackhaft! Ja genau, da habe ich Schwarzkümmel gemeint, hast Du Recht 🙂 Ich habe nie vom Schälen der Champignons gehört. Ich verwende immer nur die Bio Champignons ganz. Klar, nehmen sie bestimmt auch Schadstoffe auf, aber sicher weniger als die mit Chemikalien bearbeitete.

Kommentare sind geschlossen.